Mineralölindustrie

Raffinerien am Rhein haben Gewinn verdreifacht - dank Klimawandel

Raffinerien in Deutschland haben 2018 hervorragend verdient - weil im Rhein so wenig Wasser war, dass Transportschiffe nur mit halber Fracht durchkamen.

Die Raffinerien in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach den Berechnungen eines Fachdienstes sehr gut verdient, weil der Rhein und seine Nebenflüsse so wenig Wasser führten.

Die Gewinnspanne der Mineralölverarbeiter entlang der Rheinschiene sei im November auf bis zu 150 Euro je Tonne gestiegen und damit auf das Dreifache wie in Norddeutschland, teilte der Energie-Informationsdienst (EID) in Hamburg mit. Mittlerweile habe sich die Situation wieder entspannt, und das extreme Gefälle zwischen Nord und Süd habe sich abgemildert.

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Autofahrer und Heizölkäufer hatten im Oktober und November besonders im Südwesten Deutschlands unter der schlechten Versorgungslage mit hohen Sprit- und Heizölpreisen sowie Engpässen zu leiden. Ein Liter Benzin war zeitweise 20 Cent je Liter und mehr teurer als im Norden.

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Wegen der niedrigen Wasserstände infolge der Trockenheit konnten Tankschiffe auf den Flüssen nicht mehr die gewohnten Mengen transportieren, die eingespielten Logistik-Ketten der Mineralölwirtschaft wurden empfindlich gestört. Noch immer ist der Sprit in Städten wie Reutlingen, Freiburg oder Würzburg um einige Cent teurer als im bundesweiten Durchschnitt.

Insgesamt war 2018 für die deutschen Raffinerien in allen Regionen laut EID ein gutes Jahr. Die Branche erwirtschaftete demnach eine Brutto-Marge von 62 Euro je Tonne, das sind vier Euro mehr als im ebenfalls schon guten Vorjahr. Nach Abzug der Kosten blieben davon rund 30 Euro übrig, schätzen die Experten. Damit seien die Raffinerien hoch profitabel.

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