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Rabmer-Koller als Chefin des europäischen KMU-Verbandes wiedergewählt

Ulrike Rabmer-Koller ist für weitere zwei Jahre zur Präsidentin des europäischen Verbands kleiner und mittlerer Unternehmen wiedergewählt worden. Die Vizepräsidentin der WKÖ meinte, sie wolle sich weiter für bessere Bedingungen im Mittelstand einsetzen.

Personalia Europäische Union WKO Ulrike Rabmer-Koller

WKÖ-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller ist für weitere zwei Jahre zur Präsidentin des europäischen KMU- und Handwerksverbandes UEAPME wiedergewählt worden. Rabmer-Koller leitet den Dachverband bereits seit Dezember 2015.

Sie wolle sich für bessere Rahmenbedingungen für Klein- und Mittelbetriebe bei Finanzen, Fachkräften, Digitalisierung und Bürokratieabbau einsetzen, erklärte sie. Um die Entbürokratisierung voranzutreiben, wurde EU-Kommissionsvize Frans Timmermans zur UEAPME-Generalversammlung eingeladen.

Vor allem in den Bereichen Steuern, Arbeit, Umwelt und Verbraucherschutz müssten Klein- und Mittel-Unternehmen (KMU) stärker entlastet werden, sagte Rabmer-Koller gegenüber der APA. Sie forderte auch einen verpflichtenden KMU-Test für die Gesetzesvorschläge der EU-Kommission, nicht nur zu Beginn, sondern auch nach Umsetzung der EU-Vorgaben.

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Fachkräftemangel besonders in Österreich ein Problem

Die bevorstehende österreichische EU-Ratspräsidentschaft biete eine gute Gelegenheit, diese Themen einzubringen, sagte Rabmer-Koller. So werde in der zweiten Hälfte 2018 in Graz eine von der EU-Kommission organisierte KMU-Fachtagung stattfinden.

Laut einer Umfrage von UEAPME haben österreichische KMU die größten Probleme, Fachkräfte zu finden. 71 Prozent der befragten heimischen Unternehmen hätten sich diesbezüglich beklagt.

Das Problem des Mangels an qualifizierten Fachkräften sei flächendeckend und in allen Branchen in Österreich vorhanden. Einen Vorteil biete das duale System der Lehrlingsausbildung, sagte Rabmer-Koller. (apa/red)