Stromnetze

"Quantensprung" für Graz: Neue riesige Stromleitung geht in Betrieb

In Graz ist ein unterirdischer Kabelring mit 110 Kilovolt ist nach eineinhalb Jahrzehnten Bauzeit in Betrieb gegangen. Die Energieversorgung der Stadt sei "für die nächsten 50 Jahre gesichert", so Energie Steiermark.

In der Steiermark wurden in den vergangenen 15 Jahren rund 70 Millionen Euro in den Bau eines 110-kV-Kabelringes für Graz investiert. Die neue elektrische Hauptschlagader der Stadt wurde am Montag erstmals unter Strom gesetzt. Damit sei die Energieversorgung am Standort Graz für die nächsten 50 Jahre gesichert und ein Quantensprung in Sachen Leistung erreicht, teilte die Energie Steiermark mit.

Baubeginn 2002

Im Jahr 2002 wurde in enger Kooperation mit der Stadt Graz mit der Planung des neuen Kabelringes begonnen. Heute ist die Leitungstrasse der Hochspannungs-Stromleitung insgesamt 19 Kilometer lang und läuft kreisförmig unter der gesamten Stadt. Sie verläuft unter Straßen, aber auch durch städtische Waldgebiete, wo Öko-Maßnahmen gesetzt wurden, wie vonseiten der Energie Steiermark betont wurde.

65 Kilometer Hochleistungskabel

Insgesamt wurden rund 65 Kilometer Hochleistungskabel verlegt. Neben der wachsenden Zahl an Haushalten sollen damit vor allem energieintensive Kunden wie das Landeskrankenhaus Graz, Magna oder die Marienhütte über modernste Netz-Infrastruktur ihren Strom beziehen können.

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"Aus heutiger Sicht wird die Kapazität des neuen Kabelringes die Stromversorgung der Stadt zumindest für die nächsten 50 Jahre garantieren", wurde Vorstandsdirektor Martin Graf in der Aussendung zitiert. Durch Verlegung eines zusätzlichen Rohrsystems bestehe überdies die Möglichkeit, die Kapazität in kurzer Zeit zu verdoppeln.

Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer (SPÖ) hob die Bedeutung der Energie-Infrastruktur als Standortfaktor hervor: "Versorgungssicherheit spielt sowohl für Privathaushalte als auch für die Unternehmen im Großraum Graz eine große Rolle". "Hier hat alles funktioniert", bedankte sich Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) bei der Inbetriebnahme für die Zusammenarbeit zwischen dem Energieversorger und der Stadt Graz. (apa/red)