Tech in Use

Pulverbettbasiertes Laserschmelzen mit Metallen

Um der stark wachsenden Nachfrage nach additiven Produkten aus Metall gerecht zu werden setzt die FKM Sintertechnik GmbH auf die Maschinenlösungen von Concept Laser und orderte mehrere Maschinen aus dem mittleren und großen Bauraumsegment.

Produktion Concept Laser GmbH High-Tech-Produktion

Harald Henkel, Geschäftsführer der FKM Sintertechnik GmbH, kommentiert dazu: „Der Markt entwickelt sich derzeit in Richtung einer Serienfertigung von metallischen 3D-Produkten. Neben die klassischen Kleinserien und Prototypen treten nun industrielle Fertigungslosgrößen mit ausgeprägtem Seriencharakter. Mit dem strategischen Ausbau der 3D-Druckkapazitäten wollen wir einerseits sehr flexibel auf ansteigende Bedarfszahlen reagieren und anderseits auch bei den ansteigenden Dimensionen der Produkte mitmischen.“ Zum Maschinenpark der FKM Sintertechnik zählen bislang die Modelle Mlab cusing und M2 cusing von Concept Laser, neben den Modellen anderer Anbieter. Dazu gesellte sich im Herbst letzten Jahres noch eine neue M2 cusing Multilaser. Das wird aber noch nicht alles sein, wie Harald Henkel erläutert: „Für 2016 haben wir eine weitere M2 cusing Multilaser bestellt. Die Aufbaugeschwindigkeiten und Serientauglichkeit der Multilasertechnik passen sehr gut in unsere Geschäftsstrategie. Und auch bei sehr großen Bauräumen wollen wir dabei sein. Eine neue X line 2000R mit dem weltweit größten Bauraum für das pulverbettbasierte Laserschmelzen mit Metallen von Concept Laser kommt im 1. Quartal 2016 hier zu uns nach Biedenkopf.“ Die Maschinenlösungen von Concept Laser überzeugten die Entscheider der FKM Sintertechnik GmbH im Hinblick auf die hochwertige und robuste Bauweise der Anlagen. Hinzu kommen hohe Sicherheitsstandards gemäß ATEX-Richtlinie zur gefährdungsfreien Verarbeitung von reaktiven Materialien. Neben den „äußeren Werten“ überzeugen die Anlagen aber natürlich auch durch ihre hohe Performance und ausgezeichnete Oberflächenqualität.

Investition in das mittlere Bauraumsegment – M2 cusing Multilaser

Die neue M2 cusing Multilaser präsentiert sich in einem neuen und modernen Gewand. Doch neben der neuen Optik weist die Maschine auch eine vollintegrierte Bauweise auf, d. h., es gibt keine „Satellitenlösungen“ mehr für Laserquelle und Filtertechnik. Diese geschlossene Lösung bietet dem Anwender Vorteile bei der Zugänglichkeit der Anlagenkomponenten und in Form eines verringerten Flächenbedarfs. Das neue Maschinendesign unterstreicht aber nicht nur äußerlich die Weiterentwicklung der Anlagentechnik. So ist die neue M2 cusing mit einem neuen Filterkonzept ausgestattet. Dabei vergrößert sich die Filterfläche um den Faktor 5. Sie steigt von bislang 4 m2 auf nun 20 m2 an. Das neue Filtermodul wurde mit einer Festverrohrung ausgelegt und vollständig in die Anlage integriert. Die Wechselintervalle des Filters lassen sich so deutlich verlängern, sodass die Anlagenverfügbarkeit insgesamt gesteigert wird. Dies macht sich insbesondere bei Nutzung der Multilaser Technologie und der damit einhergehenden verstärkten Schmauchbildung bemerkbar. Aus diesem Grund verlangen signifikant schnellere Aufbauraten sicherere Filterwechselkonzepte. Jeder Filterwechsel muss schnell und einfach sein. Die neue Filtertechnik wurde vor allem unter sicherheitsrelevanten Aspekten weiterentwickelt. So ist die M2 cusing standardmäßig mit einem wasserflutbaren Filter ausgestattet, um einen sicheren Umgang beim Filterwechsel zu gewährleisten.

Investition in das größte Bauraumsegment – X line 2000R

Die neue X line 2000R von Concept Laser bietet mit 800 x 400 x 500 mm3 (L x B x H) den derzeit größten Bauraum weltweit mit hohen Aufbaugeschwindigkeiten unter Einsatz der Multilasertechnik. Die X line 2000R erhöht das Bauvolumen im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell nochmals um knapp 27 % von 126 l auf 160 l und arbeitet mit zwei Lasern von je 1.000 Watt Leistung. Dies erlaubt das gleichzeitige Belichten des Baufelds von zwei Positionen aus. Darüber hinaus verfügt die X line 2000R ebenfalls über einen Drehmechanismus zum wechselseitigen Einsatz von zwei Baumodulen, sodass eine permanente Produktion ohne Fehlzeiten garantiert ist.

Neu ist auch die Siebstation: Anstelle des Taumelsiebes kommt ein leises Vibrationssieb zum Einsatz. Das Konzept ist sehr kompakt, denn der Überkornbehälter ist kleiner und in der Siebstation integriert. Das neue Siebmodul reduziert den Footprint der Anlage – sie ist optisch komplett verkleidet, was ein sauberes und aufgeräumtes Umfeld bietet. Die neu konzipierte Dosiereinheit erlaubt eine komplette Dosierkammerbefüllung innerhalb eines Zyklus.