Recyclingbranche

Prozess wegen illegaler Mülldeponie in Vorarlberg

In Vorarlberg hat die Staatsanwaltschaft gegen zehn Mitarbeiter eines Lustenauer Recyclingunternehmens Anklage erhoben. Auf dem Areal der Firma waren vor drei Jahren 15.000 Tonnen an Abfällen entdeckt worden, die nicht regelkonform gelagert waren.

Im Fall einer im Frühjahr 2016 bei dem Vorarlberger Recyclingunternehmen Häusle GmbH in Lustenau entdeckten illegalen Deponierung von Kunststoffresten und Problemstoffen hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch nun gegen zehn Mitarbeiter des Abfallentsorgers Anklage erhoben. Dies berichtete kürzlich die "Neue Vorarlberger Tageszeitung".

Den zehn Mitarbeitern "aus verschiedenen Führungsebenen", so die Zeitung, werde das Vergehen der vorsätzlichen Beeinträchtigung der Umwelt zur Last gelegt. Einem Teil der Beschuldigten werde zudem Abgabenhinterziehung vorgeworfen. Die Anklagen waren vorerst nicht rechtskräftig. Die Anklageschriften sind den Beschuldigten laut "Neue Vorarlberger Tageszeitung" noch nicht zugestellt worden und können noch am Oberlandesgericht Innsbruck bekämpft werden.

Auf dem Häusle-Areal waren im Frühjahr 2016 insgesamt 15.000 Tonnen an nicht vorschriftsmäßig gelagerten Abfällen entdeckt worden. Bis Mitte 2019 sollen die illegal erfolgten Ablagerungen ausgehoben und entsorgt werden, der Schaden wird auf fünf Millionen Euro geschätzt. (apa/red)

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