Industrieproduktion

Produktion der deutschen Autoindustrie sinkt um sieben Prozent - wegen WLTP

Eine Schlüsselindustrie auch für unzählige Zulieferbetriebe in Österreich verzeichnet starke Produktionsrückgänge. Zentraler Grund dafür sei der Umstieg auf den neuen Mess-Standard, so der Industrieverband VDA.

In Deutschland werden heuer deutlich weniger Autos gebaut. Der Verband der Automobilindustrie rechnet aktuell mit einer Inlandsproduktion von insgesamt 5,3 Millionen Fahrzeugen, um 7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte.

Zentraler Grund auch hier: WLTP

Ein Grund für den Rückgang ist ein neuer Abgas-Prüfstandard, der seit September in der EU gilt. Die neuen, gründlicheren Tests haben dazu geführt, dass noch nicht alle Modelle die Genehmigung für eine Neuzulassung besitzen. Einige Hersteller drosselten daher die Produktion.

Trotz zweier zusätzlicher Verkaufstage wurden im Oktober in Deutschland mit rund 252.700 Fahrzeugen auch gut sieben Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte. Nachdem sich im August noch viele Unternehmen mit Großeinkäufen von Fahrzeugen nach dem alten Prüfstandard eingedeckt und so für Rekordzahlen gesorgt hatten, brach die Zulassungszahl im September ein.

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Insgesamt liegt der Automarkt in Deutschland in den ersten zehn Monaten aber weiter im Plus: 2,9 Millionen wurden neu zugelassen, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent entspricht. (dpa/apa/red)

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