Druckluftmotore

Problemlos abtauchen mit dem Deprag Druckluftmotor

Mit der Deprag Advanced Line Druckluftmotorenserie stehen hochwertige Edelstahlantriebe zur Verfügung, die viele Vorzüge in sich vereinen. Durch die robuste Ausführung der Außenteile in rostfreiem Edelstahl und die Abdichtung durch zwei Radialwellendichtringe sind die Lamellenmotoren mit einer Leistung von 120 W bis 1,2 kW für den Unterwassergebrauch prädestiniert.

Antriebstechnik Deprag High-Tech-Produktion

Bei Unterwassereinsätzen kommt es dabei auch darauf an, wie der Motor angewandt wird und in welcher Wassertiefe er arbeiten soll. Läuft der Druckluftmotor unter Wasser an, kann man ihn nur bis zu einer Tiefe von 5 Meter problemlos einsetzen. Wird er immer an der Oberfläche gestartet, so kann er sogar bis zu einer Tiefe von 20 Meter tauchen.

Sind höhere Anforderungen zu bewältigen oder soll der Druckluftmotor sogar in Salzwasser arbeiten, dann sind weitere zusätzliche Modifikationen am Gehäusematerial, an der Abdichtung oder eine Beschichtung von Innenteilen gegen Korrosion erforderlich.

Um einen geeigneten Druckluftmotor für die vorhandene Anwendung auszuwählen, bedarf es im Vorfeld eines intensiven Kundengesprächs, in dem die Anwendung detailliert geklärt wird. Genauere Erläuterung anhand eines Beispiels, das die Deprag Ingenieure für einen Kunden umgesetzt haben: Ein Motor soll in säurehaltiger Lösung als Mischantrieb verwendet werden, dabei die Flüssigkeit umwälzen und Mineralien gleichmäßig verrühren. Damit der Motor den Umgebungsanforderungen standhält, sind folgende Fragen zu beantworten: Welche Säure wird verwendet? In welcher Konzentration ist die Säure im Medium vorhanden bzw. daraus abgeleitet: welches Edelstahlmaterial wird gefordert?

Die Anwendung entscheidet! Hierfür wird ein Edelstahlmotor der Advanced LineReihe mit der Spezialanforderung säureunempfindlich ausgewählt. Zusätzlich werden eine Einhausung aus geeignetem säurebeständigem Material und eine Spezialabdichtung gegen Eindringen von Flüssigkeit konstruiert. Damit der Druckluftmotor für die Anwendung auch das gewünschte Drehmoment liefert, müssen weitere Einsatzbedingungen wie vorhandener Betriebsdruck, erforderliche Schlauchlänge, usw. abgestimmt werden. Die technischen Daten der Deprag Druckluftmotoren basieren auf einem Betriebsdruck von 6 bar. Bei reduziertem Betriebsdruck verringert sich das Drehmoment proportional. Bei Schlauchlängen von mehr als 3 Metern ist der Schlauchquerschnitt entsprechend zu erhöhen.

Auch in der Papierindustrie sind robuste Edelstahlmotoren gefragt. Zum Beispiel in der Stoffaufbereitung der Papierherstellung: Hier werden, je nach Papierart, Holz- und Zellstoff sowie Altpapierfasern in einem bestimmten Verhältnis gemischt und in Wasser gelöst. Weiterhin werden chemische Füll- und Hilfsstoffe beigemengt. Diese aggressive „Maische“ muss immer wieder umgerührt werden. Als Antriebslösung empfiehlt sich ein Druckluftmotor in Sonderausführung mit säurebeständigem Edelstahlgehäuse in V4A Qualität.

Muss ein Druckluftmotor sterilisierbar sein, wie bei Anwendungen in der Medizintechnik üblich, wird dieser mit entsprechenden Sonderlamellen ausgestattet. So gibt es zahllose Anwendungsbeispiele, bei denen es sich lohnt, bereits bei der Konstruktion im Vorfeld direkt mit dem Hersteller von Druckluftmotoren über die eigene Aufgabe zu sprechen und diese im Detail zu beschreiben.

Für höhere Anforderungen, wie beispielsweise dem Einsatz im Reinraum in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, bietet der Hersteller die Produktlinie der Advanced LineEdelstahlmotoren, die sich durch ihren abgedichteten, ölfrei betreibbaren und rostfreien Druckluftlamellenmotor auszeichnet. Für diese Anwendung wird die Abluft des Motors über den Abluftschlauch außerhalb des Reinraums abgeführt.

Der Advanced LineLamellenmotor ist ATEX zertifiziert, umsteuerbar und sogar mit integrierter Haltebremse erhältlich. Sein Leistungsbereich reicht von 20 W bis 1,2 kW, von kleinen Drehzahlen bis hin zu Schnellläufern. Der Druckluftmotor ist sehr flexibel – er kann in einem breiten Feld wechselnder Lasten optimal betrieben werden. Die Motorleistung lässt sich durch Änderung des Betriebsdrucks anpassen, die Drehzahl durch Drosselung der Luftmenge stufenlos steuern. Eine Beschädigung durch Überlastung ist nahezu ausgeschlossen. Erreicht der Druckluftmotor sein Abwürgemoment (das etwa zweifache seines Nenndrehmoments) bleibt der Luftmotor einfach stehen. Sobald die Last abnimmt, läuft er ohne Schaden wieder an und das beliebig oft hintereinander.