Zulieferindustrie

Probleme von VW mit Zulieferern weiten sich aus

Bei Volkswagen halten die Schwierigkeiten beim Nachschub bestimmter Motorteile an. Nach dem Passat-Werk in Emden ist jetzt auch das Werk in Zwickau betroffen. In der Produktion des VW-Golf wird jetzt Kurzarbeit geprüft.

Die Nachschubprobleme von Volkswagen bei bestimmten Motorteilen nehmen zu. Nach dem VW-Werk in Emden ist nun auch Zwickau betroffen. "Aufgrund von Versorgungsengpässen bei Lieferanten von Motorenkomponenten kommt es auch in Zwickau zu Störungen in den Produktionsabläufen", teilte VW Sachsen auf Anfrage mit.

Kurzarbeit beim "Golf" möglich

Das wirke sich bis Anfang Dezember auf die Schichtpläne aus. Für die Fertigungslinie 2, auf der der Golf vom Band läuft, werde deshalb Kurzarbeit geprüft. In den anderen Bereichen des Werks, das derzeit zu einer Fabrik für Elektroautos umgebaut wird, laufe die Produktion ohne Unterbrechung weiter.

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Diesmal ist die Gruppe Prevent offenbar nicht der Auslöser

Um welches Bauteil es sich handelt, dessen Lieferung stockt, teilte VW nicht mit. Auch wurden der oder die Zulieferer nicht genannt. Das VW-Werk Emden musste wegen Nachschubproblemen bereits vorübergehend die Produktion ruhen lassen, weil nicht ausreichend Diesel-Motoren geliefert wurden.

Grund für die Störungen ist offenbar nicht ein Streit mit Firmen der bosnischen Prevent-Gruppe, mit der VW seit längerem überkreuz liegt. (reuters/apa/red)

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