Luftfahrtindustrie

Premium Aerotec: Konzerntochter von Airbus prüft großen Stellenabbau

Der zu Airbus gehörende Augsburger Zulieferer baut Komponenten aus Aluminium, Titan und Carbon für zivile und militärische Flugzeuge - auch für den A380. Im Dezember kam es zu einem großen Brand auf dem Firmengelände. Kurz darauf verkündete Airbus das Ende des Riesenfliegers A380. Nun soll bei Premium Aerotec ein Drittel der Mitarbeiter gehen.

Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec mit Sitz im deutschen Augsburg werden weitere Stellenstreichungen geprüft. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, dass davon mittelfristig 1.100 der aktuell rund 3.600 Mitarbeiter in Augsburg betroffen sein könnten.

Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall wurde auf einer Betriebsversammlung angekündigt, dass bis 2023 mehr als 1.000 Stellen abgebaut würden. Zuvor hatten mehrere Medien über einen Jobabbau bis zu dieser Höhe in den kommenden Jahren berichtet.

Der Unternehmenssprecherin zufolge wurde ein Restrukturierungsplan entwickelt, um eine langfristige Perspektive für Premium Aerotec zu entwickeln. Um Kosten zu reduzieren, sei auch der sozialverträgliche Abbau von Stellen möglich.

White Paper zum Thema

Großer Brand Ende Dezember - danach das Ende für den A380

Vor einem Jahr war angekündigt worden, dass rund 500 Leiharbeiter gehen sollen. Ende Dezember kam es dann zu einem Großbrand in dem Augsburger Werk. Wenige Wochen später wurde von Airbus das Aus des A380 verkündet, für den auch Premium Aerotec Teile produziert.

Zum Standort:
Airbus: Brand bei Konzerntochter sorgt für Probleme in der Produktion >>  
Nach Brand beim Zulieferer: So will Airbus jetzt Engpässe vermeiden >>

Premium Aerotec hat rund 10.000 Mitarbeiter. Der Hersteller liefert für zivile und militärische Flugzeuge Komponenten aus Aluminium, Titan und Carbon. In Deutschland hat der Airbus-Zulieferer vier weitere Werke: in Bremen, Hamburg, Nordenham und Varel. Daneben gibt es eine Fabrik in Rumänien. (dpa/apa/red)

Zur Baureihe A380:
Airbus entscheidet sich für ein "schmerzhaftes" Ende des Riesenfliegers A380 >>  
Gewinnwarnung bei FACC wegen des Airbus A380 >>  

Problem A380: Airbus schuldet Deutschland viel Geld >>