Materialpreise

Preis für Aluminium stieg auf 10-Jahreshoch

Die hohe Nachfrage nach Industriemetallen und die Sorge vor Angebotsengpässen treiben die Preise in der Branche weiter an.

Der starke Preisanstieg bei Industriemetallen geht weiter. Am Dienstag stieg die Notierung für eine Tonne Aluminium an der Börse in London bis auf 2.726 US-Dollar (2.310 Euro). Damit ist das Leichtmetall so teuer wie seit 2011 nicht mehr. Neben der allgemein hohen Nachfrage nach Industriemetallen auf dem Weltmarkt wird der Preis für Aluminium auch von der Sorge vor Engpässen beim Angebot angetrieben.

Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank bezifferte den Preisanstieg bei Aluminium sei Beginn des Jahres auf mittlerweile 38 Prozent. Das Leichtmetall könne damit heuer die zweitstärkste Preisentwicklung unter den Industriemetallen aufweisen. Nur der Preisanstieg für Zinn sei noch stärker ausgefallen.

Mit dem aktuellen Anstieg bewegt sich der Preis für Aluminium weiter in Richtung Rekordhoch, das bei etwa 3.300 Dollar je Tonne liegt. Als Ursache für den Preissprung gelten auch Maßnahmen der chinesischen Regierung, die auf Eindämmung der Umweltverschmutzung und einen geringeren Energieverbrauch abzielen. Die Herstellung von Aluminium gilt als besonders energieaufwendig.

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"Nun soll auch in der südwestchinesischen Provinz Guangxi die Produktion energieintensiver Materialien wie zum Beispiel Aluminium gedrosselt werden", sagte Commerzbank-Experte Briesemann. "Die Sorgen der Marktteilnehmer vor einem hohen Angebotsdefizit bei Aluminium wachsen stetig", beschrieb er die aktuelle Stimmungslage. (apa)