Maschinenbau

Prall gefüllte Auftragsbücher beim Maschinenbauer DMG Mori

Service-Geschäft als Gewinnbringer: Der deutsche Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori ist dank eines stabilen Auftragseingangs recht optimistisch beim Blick auf dieses und nächstes Geschäftsjahr. Konzernchef Rüdiger Kapitza bestätigt die Wachstumsziele.

Maschinenbau DMG Mori Seiki

Prall gefüllte Orderbücher stimmen den Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori trotz einiger Konjunktursorgen zuversichtlich. Konzernchef Rüdiger Kapitza bestätigte seine Wachstumsziele für 2015 und wagte auch einen ersten Ausblick auf das kommende Jahr.

Die Krisen in der Welt sorgten im Mittelstand zwar für Verunsicherung. "Es gibt einige Investitionsverschiebungen", sagte der Manager der Nachrichtenagentur Reuters. Doch die Geschäfte in China und Korea liefen rund. Überraschend habe die Nachfrage in Italien und Frankreich für Schwung gesorgt.

Zudem entpuppe sich das rasant wachsende Service-Geschäft auch in schwierigen Zeiten als Gewinnbringer. "Die hochprofitablen industriellen Dienstleistungen wachsen jedes Jahr zweistellig und machen inzwischen 45 Prozent des Konzerngeschäftes aus", so Kapitza. Dennoch bleibt der Manager wegen der weltweiten Konjunkturschwankungen für 2016 vorsichtig. Er rechne mit einem stabilen Auftragseingang und leicht steigenden Umsätzen.

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Service-Geschäft als Gewinnbringer

Bisher ist die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen von DMG trotz der nachlassenden Wachstumsraten in China und der Wirtschaftsflaute in einigen Schwellenländern ungebrochen. Der Bielefelder Konzern verbuchte im dritten Quartal leichte Zuwächse bei Umsatz, Auftragseingang und Überschuss. Die Bestellungen legten um zwei Prozent auf 538,7 Mio Euro zu, der Umsatz um sechs Prozent auf 558,6 Mio. Euro. Der Überschuss stieg um zwei Prozent auf 29,8 Mio. Euro.

Im Gesamtjahr peilt Kapitza nach den Rekordwerten in 2014 einen Umsatz von rund 2,25 Mrd. Euro an. Der operative Gewinn (Ebit) soll etwa 165 (Vorjahr: 182,6) Mio. Euro erreichen. Nach neun Monaten lag er bei 111,5 Mio. Euro. Beim Auftragseingang zollte Kapitza den Investitionsverschiebungen Tribut und nannte statt 2,4 Mrd. Euro nun eine Spanne von 2,3 bis 2,4 (2,2) Mrd. Euro. (reuters/apa)

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