Bahnlogistik

Plus fünf Prozent beim Gütertransport auf der Schiene in Österreich

Im Vorjahr ist in Österreich das Volumen des Gütertransports auf der Schiene um knapp fünf Prozent gestiegen, so die Statistik Austria. Im Transit gab es ein Plus von knapp zehn Prozent. Anbieter aus Österreich sind bei aller Liberalisierung weiter die Platzhirsche.

Der Gütertransport auf der Schiene ist im Vorjahr in Österreich um 4,6 Prozent auf 107,6 Millionen Tonnen gestiegen. Das brachte einen Anstieg der Transportleistung auf 22,3 Milliarden Tonnenkilometer (plus 4,2 Prozent), teilte die Statistik Austria mit. 29 Prozent (31,2 Mio. t) entfielen auf den Transitverkehr, der im Jahresabstand um fast zehn Prozent zulegte.

Fast 90 Prozent von inländischen Bahnbetreibern abgewickelt

Bei aller Liberalisierung blieben inländische Bahnen dominant: Auf sie entfielen 87,3 Prozent der gesamten Tonnage (93,9 Mio. t). Ausländische Bahnen waren hauptsächlich im Transitverkehr tätig. Zwar machen Erze und Bergbauerzeugnisse mit 11,2 Prozent der transportierten Güter die größte Warengruppe aus, aber knapp 40 Prozent der Tonnage konnte nicht zugeordnet werden, weil über die Art der in intermodalen Transporteinheiten transportierten Güter häufig keine Informationen verfügbar waren, so die Statistik Austria.

Knapp ein Zehntel der transportierten Waren (9,3 Prozent) war als "Gefahrgut" ausgewiesen. Ein gutes Viertel des Gewichts (26,7 Mio. t) entfiel auf rund 1,5 Mio. Container und Wechselaufbauten, die auf Österreichs Schienen transportiert wurden, wobei nahezu jedes vierte Transportbehältnis (23,8 Prozent) leer war.

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Aufteilung nach Zieldestinationen

Die Hälfte des Transitverkehrs spielte sich zwischen Deutschland und Italien ab, weitere 11,7 Prozent zwischen Deutschland und Ungarn. Insgesamt wurden drei Viertel aller auf der Schiene durch Österreich transportierten Waren in Deutschland ein- oder ausgeladen (23,4 Mio. t).  (apa/red)

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