Zulieferer

Plansee will 150 Mitarbeiter abbauen

Plansee will an seinem Stammsitz in Tirol 150 Beschäftigten kündigen. Konzernchef Michael Schwarzkopf bestätigt die Pläne. Der Werkstoffhersteller hatte vergangenen Herbst einen Rekordabsatz gemeldet.

Der weltweit tätige Hochleistungswerkstoffhersteller Plansee will in den kommenden zwei Jahren an seinem Stammsitz in Breitenwang bei Reutte 150 Beschäftigte abbauen. Dies berichtet die "Tiroler Tageszeitung". "Das ist kein Geheimnis und wird offen kommuniziert", erklärte Vorstandsvorsitzender Michael Schwarzkopf in der "TT".

Geplant sei für heuer der Abbau von 100 Mitarbeitern, 2017 sollen weitere 50 Stellen gestrichen werden. Neben Arbeitern und Leiharbeitern, die etwa durch Wegfall von Produktionslinien betroffen sein könnten, werden auch Angestellte das Unternehmen verlassen müssen, hieß es in dem Bericht. Gemeinsam mit Personalabteilung und Betriebsrat würden derzeit sozialverträgliche Maßnahmen erarbeitet.

"Wir müssen einfach wieder wettbewerbsfähiger werden. Gerade, was weltweite Mitbewerber, etwa aus China, betrifft. Die Verbesserung der Prozesse ist ein Dauerthema. Wir müssen uns neu aufstellen, besser werden. Ganz im Sinnbild eines Marathons, den wir alle zu laufen haben", erklärte Schwarzkopf in der Zeitung.

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Die Reduktion werde man ohne größere Verwerfungen über die Bühne bringen, zeigte sich Schwarzkopf überzeugt und ergänzte: "Aber wir überlassen das nicht einfach der Fluktuation, sondern greifen strukturell ein."

Plansee hat 2015 Rekordabsatz erreicht

Dabei hat Die Plansee-Gruppe im letzten Geschäftsjahr den Umsatz auf 1,26 Milliarden Euro gesteigert. Im vergangenen Herbst meldete Schwarzkopf deshalb "ein neues Rekordniveau bei der Absatzmenge". Für das laufende Jahr rechne die Gruppe mit einer weiterhin stabilen, grundsätzlich positiven Geschäftsentwicklung, so der Konzernchef damals. (red/apa)

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