Plansee: PMG-Verkauf unter Dach und Fach

Die weltweit tätige Unternehmensgruppe Plansee mit Stammsitz im Tiroler Reutte hat ihren Unternehmensbereich PMG verkauft. Laut Angaben vom Freitag ging der Autozulieferer an die deutsche Vermögensverwaltung "Erben Dr. Karl Goldschmidt GmbH" (VVG). Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Plansee hatte bereits bei seiner Bilanzpressekonferenz im Juli angekündigt, PMG verkaufen zu wollen.

 Als Grund für den Verkauf nannte das Unternehmen, sich künftig verstärkt auf die globale Entwicklung der Werkstoffgruppen Molybdän und Wolfram konzentrieren zu wollen. "Nachdem PMG mehr als 50 Jahre Teil der Planseegruppe war, haben wir einen Käufer gesucht, der das Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln wird", erklärte Michael Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Plansee Holding AG. Laut VVG passt PMG "hervorragend" in das Industrieportfolio der Vermögensverwaltung. Zudem besitze PMG "großes Potenzial", betonte der VVG-Geschäftsführer, Albert Frederick Freiherr von Dörnberg: "Der weitere Ausbau des Systemgeschäfts, die Präsenzstärkung in Wachstumsmärkten, sowie Produktinnovationen für zukünftige Mobilitätsbedürfnisse wie Elektro- und Hybridfahrzeuge bilden eine fundierte Basis für die Expansionspläne".

7 Produktionsstandorte
PMG ist laut Angaben vom Freitag ein weltweit tätiger Zulieferer der Automobilindustrie und ist mit sieben Produktionsstandorten in Spanien, Deutschland, Österreich, den USA und China präsent. Das Unternehmen beschäftige weltweit 1.150 Mitarbeiter, hieß es. Die Plansee-Gruppe ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von pulvermetallurgischen Produkten und Komponenten. Im Geschäftsjahr 2010/11 sei mit 6.730 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 1,24 Mrd. Euro erzielt worden.
(APA/red)

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