Anlagenbau

Plan für die "Stabilisierung" des steirischen Anlagenbauers SFL steht

Nach der Insolvenz kündigt der Stahlbauer und Anlagenbauer SFL deutliche Einschnitte an. Die Kernbereiche bleiben aber erhalten. Vom Eigentümer kommt eine sechsstellige Geldsumme. 2018 soll die Gruppe dann wieder "hochgefahren" werden.

Im Bild ein Detail des Science Towers in Linz, an dessen Errichtung SFL beteiligt war.

Der weststeirische Stahl-, Glas- und Anlagenbauer SFL Technologies GmbH in Stallhofen muss nach der Insolvenz das Unternehmen redimensionieren. Der Anlagenbauer schlitterte in die Insolvenz, weil die von Rene Benko geleitete milliardenschwere Signa-Gruppe unberechtigt vom Vertrag für ein Wiener Großprojekt zurückgetreten sein soll.

In erster Linie sollen nun die hochtechnologischen Kernbereiche des Unternehmens erhalten bleiben, Teile der Firma müssen jedoch geschlossen werden. Eigentümer Johann Höllwart bringt als Entlastung nun eine sechsstellige Euro-Summe in die Gesellschaft ein.

Die Belegschaft, zuletzt mehr als 180 Mitarbeiter, soll kurzfristig zwar deutlich reduziert werden. Doch Ziel der Geschäftsführung sei es, die gesamte Gruppe ab 2018 wieder "hochzufahren", schilderte Masseverwalter Axel Reckenzaun, der sich mit seinem Team um die Abwicklung der Insolvenz kümmert. "Wir müssen das Schiff stabilisieren", bestätigte er einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung".

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Nach dem Gläubigerausschuss sagte er, dass nun zuerst die Auftragsabarbeitung erfolge und Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Banken geführt werden. Deutlichen Spielraum bringe der Eigentümerbeitrag von Johann Höllwart, der in der Unternehmung bleibe und mit dem das geplante Konzept in den kommenden Wochen weitergefahren werden kann.

Die Mitarbeiter sowie die Belegschaftsvertreter würden das Konzept mittragen, betonte Reckenzaun. Der Abbau von Überkapazitäten, auch im personellen Bereich, sorge für eine notwendige, "sofortige Kostenentlastung". Welche Bereiche künftig eingespart werden, sei noch nicht klar. Man wolle sich aber bei der Weiterführung jedenfalls auf die Hochtechnologie konzentrieren. (APA/red)

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