Motorräder

Piaggio bringt nächstes Jahr eine elektrische Vespa auf den Markt

Heuer feierte der italienische Kultroller runden 70. Geburtstag - jetzt der Hersteller Piaggio auch eine elektrisch betriebene Vespa vorgestellt, die ab dem zweiten Halbjahr 2017 auf den Markt kommen soll.

Motorradhersteller Piaggio Vespa Elektromobilität Italien

Die Vespa gehört zu Italien wie die Pizza und das Kolosseum. Der Kultroller aus der Toskana, der im April seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, kommt im kommenden Jahr in einer elektrischen Version auf den Markt. Das neue Modell wurde vorgestellt. Piaggio arbeite an innovativen Lösungen, um verstärkt auf elektrische Motore zu setzen, teilte Piaggio mit.

Klassische Vespa bisher 18 Millionen Mal verkauft

Die elektrische Vespa soll ab der zweiten Hälfte 2017 auf den Markt kommen. "Es wird sich um eine wahre Vespa mit der besten Technologie für elektrische Motorroller handeln. Das neue Fahrzeug wird alle Eigenschaften haben, die die Vespa zum Erfolg geführt haben", heißt es bei Piaggio. Damit soll die Vespa, die bisher 18 Millionen Mal verkauft wurde, ihren Siegeszug weltweit fortsetzen.

Mit dem Startschuss zur ersten Serienproduktion der Vespa 98cc begann 1946 ihre Erfolgsstory. Entworfen wurde der Kultroller vom italienischen Ingenieur Corradino D'Ascanio, der eigentlich Hubschrauber bauen wollte.

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Heute in Asien auf Erfolgskurs

Als ehemaliger Konstrukteur von Kriegsflugzeugen wollte er ein einfaches, sparsames und leicht benutzbares Fahrzeug anfertigen und konstruierte auf einem vom Krieg zerstörten Fabriksgelände in Pontedera im Auftrag des Unternehmers Enrico Piaggio etwas Neuartiges. Es entstand ein für jedermann erschwingliches Transportmittel.

Inzwischen fährt Piaggio vor allem in Asien auf Erfolgskurs. 519.700 Motorroller wurden 2015 abgesetzt. Der Konzern will seine Führungsposition auf dem europäischen Markt konsolidieren und weiterhin in Asien wachsen. Ziel ist, sich auf dem Scooter-Markt in Indien noch mehr zu festigen. (apa/red)