Energieversorger

Photovoltaik: Verbund plant Expansion in Deutschland

Der heimische Energiekonzern Verbund will Photovoltaik auf dem deutschen Markt stark ausbauen und kooperiert dabei mit der deutschen Firma Visiolar. Der Verbund ist im Nachbarland bereits jetzt mit 21 Wasserkraftwerken sowie einem 86 MW starken Windpark vertreten.

Der Verbund kooperiert mit der deutschen Visiolar GmbH bei der Ökostrom-Erzeugung, vor allem im Photovoltaik-Bereich. Die beiden Unternehmen planen, Flächen mit bis zu 2.000 Hektar für die Erzeugung elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, insbesondere aus Photovoltaik, nutzbar zu machen.

Bis zu 2.000 Hektar für Photovoltaik

In einem ersten Schritt wurden 13 Flächen mit rund 1.400 Hektar bzw. rund 1.400 MWp installierbarer Leistung identifiziert, wie Verbund und Visiolar mitteilten. Die 13 Anlagen befinden sich im Berliner Umland, vorwiegend in Brandenburg. Zum Vergleich: Die Anlage von Verbund und OMV im niederösterreichischen Schönkirchen bei Gänserndorf hat in der finalen Ausbaustufe rund 15 MWp.

Visiolar mit Sitz in Potsdam ist Teil der Lindhorst-Gruppe, einer in der Landwirtschaft erfahrenen und langjährig tätigen Unternehmensgruppe in Niedersachsen/Deutschland und verfügt über umfangreiche Liegenschaften für Erneuerbare-Energie-Projekte, wie es in der heutigen Pressemitteilung heißt. Die Projekte sollen in den kommenden Jahren stufenweise entwickelt, errichtet und in Betrieb gesetzt werden.

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Verbund ist bereits jetzt ein bedeutender Player in Deutschland

Der Verbund wolle bis 2030 rund ein Viertel der Gesamterzeugung aus Photovoltaik und Wind-Onshore abdecken, so Konzernchef Michael Strugl. Die Kooperation mit Visiolar sei dabei ein wichtiger Schritt zu Erreichung dieses Ziels. Mit der Realisierung der Projekte avanciere der Verbund zudem zu einem der führenden Photovoltaik-Player im Kernmarkt Deutschland, heißt es weiter. In Deutschland betreibt der börsennotierte teilstaatliche Verbund bereits 21 Wasserkraftwerke in Bayern an Inn und Donau sowie einen 86 MW Windpark in Rheinland-Pfalz. (apa/red)

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