Digitalisierung

Phoenix-Contact-Produktmanager Gordon Busch: Der Hochtakter

Die Klemme bleibt ein Standardprodukt, ist sich Gordon Busch, Produktverantwortlicher industrielle Verbindungstechnik, Phoenix Contact, sicher. Mit der eigenen 3D-Druck-Firma maximiert man selbst als Massenfertiger Kundennutzen.

Gordon Busch, 46, Produktverantwortlicher industrielle Verbindungstechnik, Phoenix Contact
Seine Branche: Elektrotechnik
Geschäftsmodell der Zukunft: Automatisierte Schaltschrankbestückung
Damit erreicht er Disruption: 3D-Druck-Ausgründung

Vor 17 Jahren kam Busch frisch diplomiert von der FH Lemgo zu Phoenix Contact und blieb dem Unternehmen treu – machte Karriere. Der bodenständige Ostwestfale ist der Mann für das „Brot und Butter-Geschäft“ von Phoenix Contact, denn mit Klemmen ist das Unternehmen groß geworden. Die Reihenklemme ist ein Standardprodukt, ein Massenprodukt und wird es auch bleiben – Brot und Butter-Geschäft eben, mit viel Wettbewerb im Markt. Gordon Busch und seine Kollegen müssen nicht die Technologie verändern, vielmehr müssen sie deren Einsatzfeld immer wieder aufs Neue ausloten.

Denn die Idee von einfacher Stecktechnik lässt sich weiterspinnen. Auf Roboter etwa. Die automatisierte Schaltschrankbestückung ist keine Vision mehr. Busch und seine Entwickler arbeiten heute mit Roboterherstellern und E-Cad-Anbietern zusammen.

Die Idee: Der Konstrukteur erarbeitet das Schaltschrankdesign samt benötigten Komponenten, schickt die CAE-Daten direkt aus dem Planungstool an den Roboter und dieser wird aus einem Logistiksupermarkt bedient und startet die Bestückung und Verdrahtung samt Beschriftung. Voraussetzung: ein digitaler Artikel für ein durchgängiges Engineering. Was hilft: Busch hat seine Kollegen von Protiq - ein Tochterunternehmen von Phoenix Contact. "Für Prototypen oder Kleinserien nutzen wir deren 3D-Druck. So können die Ingenieure schnell neue Anwendungen mit dem Kunden testen", sagt Busch.

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