Glyphosat

Pflanzengift im Honig: Französische Imker zeigen Bayer an

Französische Imker haben Anzeige gegen den Chemiekonzern Bayer erstattet. Grund sind Rückstände von Glyphosat im Honig. Das Gift ist Hauptbestandteil des Pflanzengifts Roundup des Konzerns Monsanto, der nun zu Bayer gehört.

Französische Imker haben Anzeige gegen den Chemiekonzern Bayer erstattet. Dabei geht es um Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat in Honig, wie der Imker-Verband aus dem Verwaltungsbezirk Aisne im Nordosten des Landes mitteilte. Glyphosat ist der Hauptbestandteil des Herbizids Roundup, das zu Bayer gehört, seit der Konzern den US-Saatguthersteller Monsanto übernommen hat.

Milliardenschwere Übernahme abgeschlossen

Bayer hatte die Übernahme vor wenigen Tagen formell abgeschlossen. Der Verband vertritt rund 200 Imker und wirft Bayer und Monsanto den "Vertrieb schädlicher Substanzen" vor. Eines der Mitglieder habe seinen Honig nicht an einen Großhändler verkaufen können, da dieser bei Laboruntersuchungen Glyphosat-Rückstände festgestellt habe, sagte Verbandspräsident Jean-Marie Camus.

Die Imker vermuten, dass der Honig durch den Einsatz von Roundup auf benachbarten Raps- oder Rübenfeldern verunreinigt wurde. Camus hofft, dass die französischen Behörden den Vorfall untersuchen.

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