Autoindustrie

Peugeot: "Wir werden keine Strafen zahlen"

Der französische Autobauer Peugeot, zu dem auch Opel gehört, elektrifiziert seine gesamte Modellpalette, um die Klimavorgaben einzuhalten. Obwohl die Elektroautos wahrscheinlich teurer werden als Diesel und Benziner, schließt Konzernchef Imparato aus, dass Peugeot damit Geld verlieren wird.

Der französische Autobauer Peugeot will künftig jedes Modell vollelektrisch oder als Steckdosenhybrid anbieten. Damit wolle man vor allem die Klimaschutzvorgaben der EU einhalten.

"Wir werden keine Strafen zahlen", sagte Peugeot-Chef Jean-Philippe Imparato auf dem Genfer Autosalon der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden die Grenzwerte selbst dann einhalten, wenn unser Elektroanteil unter 10 Prozent liegt", erklärte Imparato.

Mit der Elektrifizierung startet der größte französische Autobauer erst im Herbst, wenn der neue, in Genf präsentierte Peugeot 208 auch als vollelektrischer e-208 in Serie geht. Zugleich sollen die ersten drei Peugeot-Hybride auf den Markt kommen.

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Elektroautos werden teurer

Wegen der höheren Kosten werden Peugeots Elektroautos voraussichtlich auch für die Kunden teurer als Diesel oder Benziner sein. "Wir werden kein Geld verlieren mit E-Autos - ausgeschlossen", betonte der Vorstandschef. Heute sind noch 38 Prozent der verkauften Peugeot-Autos Diesel-Fahrzeuge.

Zweitgrößte Autobauergruppe in Europa

Der PSA-Konzern, zu dem neben Peugeot auch Citroën, DS und Opel gehören, hat im vergangenen Jahr 3,9 Millionen Autos verkauft. Damit liegt der Automobilhersteller in Europa hinter dem VW-Konzern auf Platz zwei. (dpa/apa/red)

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