Stahlstreit mit China

Peking weist alle Vorwürfe des Dumping zurück

China weist alle Vorwürfe zurück, die Stahlindustrie des Landes greife mit Dumpingpreisen Konkurrenten in Europa und anderen Teilen der Welt an: Der größte Teil werde im Inland verbraucht, so Vertreter des weltgrößten Stahlherstellerlandes.

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China weist Vorwürfe zurück, die Stahlindustrie des Landes greife mit Dumpingpreisen Konkurrenten in Europa und anderen Teilen der Welt an. "Der größte Teil unsere Stahlproduktion wird auf dem heimischen Markt verbraucht", sagte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Shen Danyang, in Peking.

Regierungsvertreter: China subventioniert nicht

Die Regierung subventioniere die eigene Stahlindustrie nicht, um die Export des Landes zu befeuern. Ursache für die Probleme der globalen Stahlindustrie sei vor allem die schwache Weltwirtschaft, sagte der Sprecher weiter.

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Europäische Stahlkonzerne und auch die EU-Kommission warfen China zuletzt immer wieder vor, Stahl teilweise zu Preisen unter den Produktionskosten zu exportieren. In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission auch Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen in Kraft gesetzt.

Viele Experten sind der Meinung, dass China mit dem Verkauf von Stahl ins Ausland versucht, die Überkapazitäten der heimischen Branche zu verkleinern. Weil derzeit wegen des abgekühlten Wachstums in der Volksrepublik weniger gebaut wird, betreiben viele Stahlkonzerne mehr Fabriken und beschäftigen mehr Arbeiter als eigentlich benötigt. (APA/dpa/red)