Autoindustrie

Peking: Jeder vierte Neuwagen ohne Verbrennungsmotor schon 2025

Die Autoindustrie Chinas hat erkannt, dass der Vorsprung westlicher Autobauer beim Verbrennungsmotor kaum einzuholen ist - und setzt seither radikal auf viel leichter zu bauende alternative Antriebe. Die offizielle Begründung ist jedoch der Umweltschutz.

China setzt sich ehrgeizigere Ziele bei der Abkehr von Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen. 2025 solle jedes vierte verkaufte Auto über einen alternativen Antrieb verfügen, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Entwurf des Industrieministeriums hervorgeht.

2017 war noch ein Anteil von "mehr als 20 Prozent" für sogenannte "New Energy Vehicles" (NEV) ausgegeben worden, zu denen beispielsweise Fahrzeuge mit Elektromotor, Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Plug-in-Hybride zählen. Die Regierung will die Umstellung mit der Entwicklung von Batterien, der Verbesserung der Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge und durch vernetzte Autos fördern.

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Im vergangenen Jahr stiegen die Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in China um 62 Prozent, während der gesamte Autoabsatz um 2,8 Prozent schrumpfte. Ein starker Abbau von Subventionen für den Kauf von NEV-Fahrzeugen dämpft aber derzeit die Nachfrage. So brach der Absatz im Oktober um 45,6 Prozent ein. Insgesamt wurden 2018 rund 28,1 Millionen Autos in China verkauft, darunter 1,3 Millionen NEV.

China diskutiert derzeit auch die Einführung strengerer Quoten für umweltfreundlichere Fahrzeuge in den kommenden Jahren. Das würde von Automobilherstellern verlangen, eine bestimmte Anzahl von NEV zu produzieren. Die Volksrepublik ist der größte Automarkt der Welt. (reuters/apa/red)

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