Bergbau

Paris verbietet riesige Goldmine in Französisch-Guyana

Unmittelbar vor der Europawahl hat Paris einem umstrittenen Goldminen-Projekt im Überseegebiet Französisch-Guyana eine Absage erteilt - weil die Umweltschäden so enorm wären.

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Unmittelbar vor der Europawahl hat Paris einem umstrittenen Goldminen-Projekt im Überseegebiet Französisch-Guyana eine Absage erteilt. Das Projekt mit dem Namen "Montagne d'Or" ("Goldberg") sei nicht mit den Anforderungen des Umweltschutzes vereinbar, sagte Umweltminister François de Rugy in Paris.

Vorausgegangen war die erste Sitzung eines besonderen Minister-Gremiums zum Schutz der Umwelt, auch Staatschef Emmanuel Macron nahm teil. Das riesige Vorhaben einer Goldmine unter freiem Himmel im Westen des Überseegebiets in Südamerika wird schon länger von Umweltschützern kritisiert. Sie sehen große Waldflächen als gefährdet an. Bei dem Projekt tritt nach eigenen Angaben die Compagnie Minière Montagne d'Or auf, hinter der die Branchenunternehmen Columbus Gold aus Kanada und Nordgold mit Sitz in London und Moskau stehen.

Macron versucht vor der Europawahl an diesem Wochenende, Umweltthemen in den Vordergrund zu stellen. Zu Monatsbeginn hatte der 41-Jährige ehrgeizige neue Klimaziele der Europäischen Union gefordert - mehrere Staaten schlossen sich der Initiative an. In Umfragen liegt die Liste der Präsidentenpartei La République en Marche (LREM) und ihrer Verbündeten leicht hinter der Partei Rassemblement National (RN) der Rechtspopulistin Marine Le Pen. (dpa/apa/red)