Luftfahrtindustrie

Paris und Berlin: Erste Aufträge für neuen Kampfjet offenbar in Kürze

Deutschland und Frankreich planen einen gemeinsamen Kampfjet. Aufträge dazu würden in wenigen Wochen vergeben, so die französische Verteidigungsministerin Florence Parly.

Deutschland und Frankreich planen bei ihrem ehrgeizigen Rüstungsvorhaben eines gemeinsamen Kampfjets weitere Schritte. Wie die französische Verteidigungsministerin Florence Parly der Tageszeitung "Handelsblatt" sagte, sollen Mitte Juni erste Aufträge für das künftige Kampfflugzeug-System vergeben werden.

"Wir wollen in den nächsten Wochen die ersten industriellen Verträge für ein Demonstrationsmodell des neuen Kampfflugzeugs abschließen", sagte die Ressortchefin dem Blatt.

Konzeptstudie von Dassault Aviation und Airbus

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im Februar in der Nähe von Paris angekündigt, dass der französische Hersteller Dassault Aviation und der europäische Luftfahrtkonzern Airbus eine Konzeptstudie für das künftige Luftkampfsystem vertraglich vereinbart hätten.

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Die neuen Flugzeuge sollen bis 2040 die Eurofighter- und Rafale-Flotten beider Länder ergänzen und schließlich ersetzen. Am Ende soll nicht nur ein einzelner Kampfflieger der neuen Generation stehen, sondern ein Gesamtsystem, das auch Drohnen und Satelliten steuern kann. (dpa/apa/red)