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Papierverschwendung mit Kassenbons: WKÖ fordert Bagatellgrenze

Ein riesiger Teil der Kassenbons wird sofort nach dem Ausdrucken weggeworfen. Die Kärntner Wirtschaftskammer fordert daher eine Bagatellgrenze für die Ausstellung von Kassenbons. Bei Beträgen unter 20 Euro soll die Belegpflicht fallen.

Die Kärntner Wirtschaftskammer fordert eine Bagatellgrenze für die Ausstellung von Kassenbons. Das erklärte WK-Präsident Jürgen Mandl am Montag bei einem Pressegespräch. Die Grenze sollte bei 20 Euro liegen, argumentiert wird zum einen mit Umweltschutz und zum anderen mit den Kosten für die Unternehmen.

Bons für jede Semmel

Die Belegerteilungspflicht für jeden Barumsatz, unabhängig von der Höhe, führe zu einer Flut an Papier, so Mandl. Das reiche vom Lottoschein bis zum Kauf von zwei Semmeln beim Bäcker. Eine Kopie müsse in die Buchhaltung übernommen und sieben Jahre aufgewahrt werden.

Vier Tabaktrafiken: 15.000 Bons in nur einer Woche im Müll

Wie viel Papier hier anfällt, wurde in vier Tabaktrafiken erhoben. Allein in diesen vier Geschäften seien in einer Woche 15.000 von den Kunden zurückgelassene Belege gesammelt worden. Würde eine Bagatellgrenze von 20 Euro eingeführt, könnten allein in Kärnten mindestens 1,8 Mio. Papierbelege eingespart werden. Mandl: "Unsere Experten schätzen, dass man bei einer Freigrenze von 20 Euro 70 bis 80 Prozent der Kassenbons einsparen kann." (apa/red)