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Papierverarbeiter: Volle Auftragsbücher und fehlende Spezialisten

Die heimischen Kartonverpackungshersteller melden eine "grundsätzlich positive Entwicklung" für das Vorjahr und volle Auftragsbücher für heuer. Die große Frage sei, ob Menge und Wert im Gleichklang stünden, so der Fachverband Propak.

Propak-Obmann und CEO der Smurfit Kappe Group, Georg Dieter Fischer: Branche bei der Digitalisierung gut aufgestellt

Die rund hundert heimischen Firmen der Papier/Kartonverpackung des Fachverbandes Propak haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 "eine grundsätzlich positive Entwicklung" verzeichnet, wie der Fachverband mitteilte. Der Umsatz im Inland stieg um 3,5 Prozent auf 2,25 Mrd. Euro. Der Umsatz im Ausland stieg um 5,6 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro.

Mengenmäßig gab es in der Heimat ein Plus von 7,5 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen, das sich aber in der Umsatzsteigerung also nicht zur Gänze widerspiegelt. Ähnliches gilt für die Auslandsgeschäfte: Es gab ein mengenmäßiges Plus von 4,6 Prozent auf 745.000 Tonnen. Insgesamt stieg der Anteil der Exporte voriges Jahr weiter leicht - und zwar um 2 Prozent.

"Gleichklang von Menge und Wert"

Da der Wirtschaftsmotor brummt und die Konsumbereitschaft groß sei, haben die Propak-Firmen derzeit volle Auftragsbücher, so Obmann Georg Dieter Fischer. "Für 2018 sehen wir unter der Annahme eines günstigen Konjunkturverlaufs ein Wachstum von maximal plus 2 bis 3 Prozent bei der Menge, die große Hoffnung bzw. Herausforderung wird eine Entwicklung sein, die für Menge und Wert im Gleichklang steht."

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Große Themen: Digitalisierung und fehlende Spezialisten

Großes Thema für die Branche ist auch die Digitalisierung. Fischer sagt, man sei dabei gut aufgestellt. Schwierigkeiten gibt es beim Auftreiben von Fachkräften: "71 Prozent der Propak-Unternehmen weisen derzeit unbesetzte Stellen auf", wird Herwig Schneider vom Industriewissenschaftlichen Institut IWI zitiert.

"Es finden sich zu wenig geeignete Fachkräfte, wobei sich die Mängel neben fachlich/methodischen Kompetenzen vor allem in mangelnder Kommunikations-/Teamfähigkeit und zu geringer Kunden- und Serviceorientierung zeigen", berichtet er ein Ergebnis aus einer Studie des IWI im Auftrag von Propak. (apa/red)

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