Papierindustrie

Papierindustrie importiert 35 Prozent ihres Holzeinsatzes

Die Papierindustrie in Österreich hat 2014 knapp unter 8 Millionen Festmeter Holz bezogen. Das sind um 4 Prozent weniger als 2013 mit knapp mehr als 8 Millionen Festmetern Holz.

Papierindustrie Heinzel Holding

Der Umsatz - endgültige Zahlen gibt es im April - stagnierte 2014 bei knapp 3,9 Milliarden Euro. "Die Importmengen lagen immer noch bei fast 3 Millionen Festmetern", so austropapier-Präsident Alfred Heinzel in einer Aussendung am Donnerstag.

Zwar sank die Importquote 2014 auf 35 Prozent (2013: 40 Prozent). Trotzdem sorgt der Import für zusätzliche Transportkosten, beklagt die Branche. In erster Linie war der leicht gestiegene Einsatz heimischen Holzes auch auf Schadensereignisse in heimischen Wäldern zurückzuführen, die für mehr Holzaufkommen sorgten.

Importquote bei 15 Prozent

Hintergrund für den in den vergangenen Jahren im Durchschnitt gesunkenen Inlandsanteil beim verbrauchten Holz ist aus Sicht der Papierindustrie "das Spannungsfeld von stofflicher und thermischer Nutzung von Holz". 2005 etwa lag die Importquote etwa bei lediglich 15 Prozent, wie aus Daten der austropapier hervorgeht. Seither kletterte der Anteil der Einfuhren mit Ausnahme im Jahr 2012, als es einen leichten Rückgang bei den Importmengen kam, nach oben.

White Paper zum Thema

Für heuer wird weiter mit einem Importanteil von 35 Prozent gerechnet, bei einem leicht sinkenden Holzeinsatz und stagnierendem Umsatz, wie es am Donnerstag zur APA hieß.

"Für die Papier- und Zellstoffindustrie hat Holz aus Österreich absoluten Vorrang", betont Heinzel. Ein Dorn im Auge sind der Branche aber "bestehende staatliche Anreizsysteme für die Verbrennung von Holz". Diese seien "zu überdenken, wenn sie die hohe Wertschöpfung der Industrie konterkarieren", so der austropapier-Präsident.

Es geht dem Branchenverband um eine kaskadische also mehrfache Nutzung von Holz. Erst am Ende der Kaskade, wenn die Holzfasern nicht mehr stofflich zu verwerten sind, sollte die darin enthaltene Energie verfeuert werden, geht es nach austropapier. Jedenfalls wolle man ein "verlässlicher Partner der Forstwirtschaft" bleiben. "Eine zuverlässige und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist für uns sehr wichtig", so Heinzel. (APA)

Verwandte tecfindr-Einträge