Zulieferer

Pankl investiert seinen Gewinn in neues Werk in Kapfenberg

Der steirische Zulieferer hat seine Ergebnisse im Vorjahr deutlich erhöht und einen Teil des Gewinns in das neue Antriebswerk in Kapfenberg investiert. Für heuer ist der Börsenabgang geplant - und wieder ein Gewinnplus.

Der - noch - an der Börse notierte steirische Rennsport- und Luftfahrtzulieferer Pankl Racing hat voriges Jahr den Umsatz um fünf Prozent gesteigert und geht für heuer von mindestens 10 Prozent Umsatzplus aus.

Die Erlöse legten 2017 um 5 Prozent auf 195,4 Mio. Euro zu, teilte Pankl Racing mit. Das operative EBITDA wurde 2017 gehalten, das EBIT stieg um ein Fünftel, ging aber inklusive Anlaufkosten für das neue Werk in Kapfenberg um ein Zehntel zurück.

Werkbau in Kapfenberg, Erweiterung in der Slowakei

Die Investitionen von 37 Mio. Euro standen in erster Linie mit Kapfenberg und der Erweiterung des slowakischen Werks in Zusammenhang.

Pankl hatte voriges Jahr im steirischen Kapfenberg das neu errichtete High Performance Antriebswerk in Betrieb genommen.

Das Eigenkapital stieg um 11,1 Mio. auf 91,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag wie 2016 unverändert bei 41 Prozent, die Nettoverschuldung wird mit 88,6 Mio. Euro beziffert.

Konzernchef Plasser: Mehr Umsatz, mehr Erlöse

2018 soll aufgrund der Rekordauftragsstände ein "zumindest 10-prozentiges Umsatzwachstum" drinnen sein, so CEO Wolfgang Plasser. Infolge von Produktivitätssteigerungen und vor allem den Wegfall der Kapfenberg-Anlaufkosten "gehen wir auch von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus", heißt es.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde voriges Jahr bei 25,9 Mio. Euro gehalten. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg vor Anlaufkosten um 19 Prozent auf 15,8 Mio. Euro, sank samt diesem Posten aber um 11 Prozent auf 11,8 Mio. Euro.

Die Anlaufkosten in plangemäßer Höhe von knapp über 4 Mio. Euro seien voll im Betriebsergebnis 2017 berücksichtigt.

Die Senkung der Unternehmenssteuern in den USA habe zu 0,9 Mio. Euro an außerordentlichem Steueraufwand geführt, erklärte das Unternehmen zu den vorläufigen Jahreszahlen. Nach Abzug von Finanzergebnis und Steuern betrug das Jahresergebnis 5,7 (10,0) Mio. Euro; je Aktie entspricht das einem Rückgang von 3,22 auf 1,93 Euro.

Börsenabgang geplant

Die Mutter KTM Industries AG von Stefan Pierer, die 94,5 Prozent am steirischen Unternehmen hält, plant ein Delisting für Pankl Racing von der Wiener Börse.

Am 3. Jänner ist das neue Börse-Gesetz in Kraft getreten, das gelisteten Unternehmen die Möglichkeit eines freiwilligen Ausscheidens aus dem Amtlichen Handel ermöglicht, davon macht KTM Industries Gebrauch. (apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge