Maschinenbau

Palfinger will Produktion schrittweise wieder hochfahren

Der Salzburger Kranhersteller meldet einen deutlichen Gewinnrückgang für das erste Quartal. Trotz Schwierigkeiten in der Lieferkette will Palfinger nun die Produktion schrittweise wieder aufnehmen.

Der börsennotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger hat im ersten Quartal 2020 deutlich weniger verdient und auch weniger umgesetzt. Für das Gesamtjahr 2020 hatte der Konzern schon Mitte März eine Gewinnwarnung gegeben und diese nun bestätigt. Die aktuelle Situation wirke sich "erheblich" in der Zulieferkette und in eigenen Werken aus. Eine gekürzte Dividende will man dennoch zahlen.

Kurzarbeit wird "maximiert" genutzt

Im Halb- und Gesamtjahr 2020 erwartet Palfinger "größere Einschränkungen bei Nachfrage und Produktion". Die Nutzung der Kurzarbeit sei maximiert worden, die Kapazitäten angepasst. "Im April befanden sich die österreichischen und auch internationale Standorte wie in Italien, Frankreich und Russland in einer teilweisen Betriebspause", erklärte das Unternehmen. Ab Ende April will man schrittweise wieder hochfahren.

Aktionäre sollen Dividende bekommen - trotz allem

Die Dividende will Palfinger nicht ganz streichen, wie dies zahlreiche andere börsennotierte Unternehmen tun. "Ziel ist es - vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie - eine Dividende auszuschütten, die jedoch voraussichtlich unter dem ursprünglichen Beschlussvorschlag für eine Dividendenausschüttung liegen wird", so das Unternehmen. Die ordentliche Hauptversammlung wurde auf 5. August verschoben.

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Starker Gewinnrückgang im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2020 schrumpfte der Umsatz von Palfinger um knapp 11 Prozent auf 393 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um fast 18 Prozent auf 50 Mio. Euro ein und das Betriebsergebnis (Ebit) um 26,5 Prozent auf 31,4 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Konzernergebnis von 15,5 Mio. Euro, ein Rückgang von 27 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

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Frühzeitig auf die Coronakrise reagiert

Auf die Coronakrise habe man bereits ab Ende Februar reagiert, etwa mit einer "maßgeblichen" Erweiterung der Liquiditätsreserven durch zusätzliche Kreditlinien. Zudem seien alle Projekte auf den Prüfstand gestellt und Personalkosten gesenkt worden. In Österreich hat Palfinger rückwirkend per 23. März Kurzarbeit eingeführt. Dazu: Starker Einbruch und Gewinnwarnung bei Palfinger >>

(apa/red)