Start-ups

Palfinger setzt seine Start-up-Idee um

Die große Herausforderung für Palfinger-Chef Herbert Ortner liegt derzeit in der Entwicklung palfingerspezifischer Software. Nun eröffnete der Kranhersteller einen Standort im Innovationszentrum für Start-ups.

Der Salzburger Kranhersteller Palfinger eröffnete Ende September einen Standort im zurzeit entstehenden Innovationszentrum für Start-ups am Wiener Donaukanal. In enger Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen soll dort unter dem Fokus von IoT (Internet of Things) eine technische Basis für vernetzte Produkte geschaffen werden, meldet Palfinger.

Produkte für Bau, Transport, Logistik und Forstwirtschaft

Im Gründerzentrum weXelerate wird Palfinger mit 52 Jungunternehmern aus 14 verschiedenen Ländern eng kooperieren und Lösungen im Bereich IoT für Bau-, Land- und Forstwirtschaft sowie Transport- und Logistikindustrie entwickeln. Palfinger-Chef Herbert Ortner hat ein solches Vorhaben bereits im März im Interview mit INDUSTRIEMAGAZIN angekündigt.: "Wir müssen lernen, in Möglichkeiten zu denken und Dinge viel schneller auszuprobieren und umzusetzen." Denn: "Wir produzieren heute noch ein Produkt. Morgen eine Idee. Und übermorgen eine Experience. Oder, um konkret zu werden: Wir produzieren heute einen Kran, der von jemandem auf einen LKW verbaut wird, den wir nicht kennen. Ein Dritter finanziert, besitzt und verwendet unseren Kran. In Zukunft wird der Endkunde eine Beladung online buchen – genau dann wenn er sie braucht. Unser Kran wird ein Roboter, die Bedienung mannlos, die Vernetzung bis hin zur automatisierten Abrechnung vollständig sein."

Der Konzern werde aber dabei nicht das Front End sein, das die Logistikkonzepte anbiete. "Das wird die LKW Industrie, die Verleihindustrie, das könnten Finanzdienstleister sein. Aber die Lösung – und da rede ich nicht über den Kran, sondern übers Gesamtpaket LKW-Kran-Equipment, das wird von uns kommen", so Ortner.

White Paper zum Thema

Palfinger, Ortner © INDUSTRIEMAGAZIN Verlag

In Wien solle in Start-Up-ähnlichem Klima in einer Werkstätte mit bestehenden Technologien der Sensorik an Ideen mit Disruptionspotenzial geforscht werden, erklärte Palfinger-Chef Herbert Ortner vor wenigen Monaten. Nun ist Palfinger Teil des Innovationszentrums weXelerate.

Das Engagement bei weXelerate eröffne dem Konzern komplett neuartige Geschäftsmodelle, sagt Ortner. Die 52 Unternehmen kommen vor allem aus Technologiebereichen Cyber Security, Virtual Reality, Big Data und Artificial Intelligence.

Mit dem weXelerate im Design Tower soll das größte Gründerzentrum für Start-ups in Zentral- und Osteuropa entstehen. Jungunternehmen werden hier gemeinsam mit Großunternehmen, Investoren, Venture- und Industriepartnern zu den Themen IoT, FinTech und Media zusammenarbeiten. Mit an Bord sind neben Palfinger beispielsweise auch die Bank Austria, Uniqa und Wüstenrot. (apa/red)

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