Cyberkriminalität

Palfinger hat beim Cyberangriff im Jänner Lösegeld gezahlt

Der Cybrangriff auf den Salzburger Kranhersteller im Jänner sei nur mit der Zahlung von Lösegeld zu beenden gewesen, sagt Konzernchef Andreas Klauser gegenüber dem ORF. Der Angriff hatte die ERP-Systeme an Standorten des Konzerns weltweit lahmgelegt.

Der Cybrangriff auf den Salzburger Kranhersteller im Jänner sei nur mit der Zahlung von Lösegeld zu beenden gewesen. Das sagte Konzernchef Andreas Klauser gegenüber dem ORF Salzburg.

Die Palfinger AG hatte am 25. Jänner mitgeteilt, dass das Unternehmen Ziel eines globalen Cyber-Angriffs geworden war. Demnach war ein Großteil der weltweiten Standorte betroffen. Nach Unternehmensangaben war die IT-Infrastruktur gestört - etwa die ERP-Systeme sowie der Versand und Empfang von E-Mails. Der Angriff hat die meisten der 35 Werke des Herstellers lahmgelegt und dauerte knapp zwei Wochen an.

Daraufhin habe sich das Management von Palfinger zur Zahlung des Lösegelds entschlossen, so Andreas Klauser. Die Angreifer seien auf Erpressung aus gewesen und nicht auf den Diebstahl von Daten. Es seien auch keine Daten entwendet worden, so Klauser weiter. Wie viel gezahlt wurde, gibt der Hersteller nicht bekannt.

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"Nach zehn Tagen waren wir wieder handlungsaktiv, der Angriff kam es dem Darknet und lässt sich nicht genau nachvollziehen. Europol und Interpol sind hier als Fahnder tätig, aber man konnte keine konkrete Spur verfolgen", so Klauser. Nach Einschätzung des Konzernchefs gebe es allerdings nicht viel Hoffnung, dass die Täter überführt werden. Das Darknet sei zu professionell aufgestellt und die Erpresser würden hier weltweit agieren.

(red)

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