Elektromobilität

Paketdienst Hermes startet Pilotprojekt mit elektrischen Lieferwagen

Der Paketdienst Hermes will in Hamburg und Berlin ein Pilotprojekt starten und dazu seine Flotte mit Elektrofahrzeugen aufrüsten. Dazu gründet das Unternehmen eine Partnerschaft mit Mercedes-Benz.

Der Paketlieferdienst Hermes will seine Fahrzeugflotte mit Elektrotransportern der Typen Mercedes Sprinter und Vito aufrüsten. Die beiden Unternehmen gaben am Dienstag eine zu diesem Zweck gegründete strategische Partnerschaft bekannt. Demnach sind zunächst 2018 Pilotprojekte in Stuttgart und Hamburg geplant. Bis 2020 will Hermes in Deutschland 1.500 der E-Transporter von Mercedes einsetzen.

Bis 2025 plant Hermes demnach, Sendungen in den Innenstadtbereichen der deutschen Großstädte komplett mit Elektromotoren zuzustellen. Für die Aufladung der batterieelektrischen Transporter sollen dann ausschließlich erneuerbare Energieträger eingesetzt werden.

Es gehe den Unternehmen um "Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von emissionsfreien Lieferfahrzeugen beim Einsatz auf der letzten Meile", erklärten die beiden Unternehmen. "E-Antriebe sind eine Schlüsseltechnologie für den urbanen Transport", hieß es weiter.

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Der Chef von Hermes Deutschland, Frank Rausch, hob hervor, für sein Unternehmen spiele Elektromobilität eine zentrale Rolle. "Gleichzeitig treiben wir die flächendeckende Umstellung auf emissionsarme Euro-6-Fahrzeuge voran", kündigte er mit Blick auf den Rest der Fahrzeugflotte an.

Mercedes-Benz will zunächst nur "maßgeschneiderte Lösungen"

Der Leiter von Mercedes-Benz Vans, Volker Mornhinweg, hob hervor, sein Unternehmen setze bei den E-Transportern zunächst vor allem auf maßgeschneiderte Branchenlösungen. Mercedes hatte erst im vergangenen Jahr angekündigt, nach 2011 wieder mit einem Elektrotransporter in Serie zu gehen.

Der Einsatz von E-Transportern kann dazu beitragen, die gesundheitsgefährdenden Emissionen von Stickoxiden und Feinstaub in den Städten zu mindern. Der Wettbewerber Deutsche Post setzt derzeit auf den schrittweisen Ausbau seiner Flotte von Elektrotransportern der konzerneigenen Firma Streetscooter. Auf längere Sicht ist eine komplette Umstellung auf E-Antriebe vorgesehen. (afp/apa/red)


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