Übernahme

Osram-Übernahme: AMS probiert's nochmal

Der erste Anlauf ist gescheitert, nun will es der heimische Halbleiterkonzern AMS noch einmal versuchen und wirbt um Anteile des deutschen Lichttechnikkonzern Osram. Diesmal gibt sich AMS aber mit weniger zufrieden.

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Heute hat der österreichische Halbleiterkonzern AMS erneut ein offizielles Angebot für Osram vorgelegt und macht damit, wie erwartet, ernst beim erneuten Versuch der Milliarden-Übernahme von Osram. Die Aktionäre des deutschen Leuchtenherstellers können ihre Anteile bis 5. Dezember anbieten.

Die (Preis-)Bedingungen für das Angebot bleiben so wie sie am 18. Oktober angekündigt wurden. Demnach bietet ams wie schon beim ersten Versuch 41 Euro je Osram-Anteil. AMS will sich diesmal aber damit zufriedengeben, mindestens 55 Prozent der Osram-Anteile zu erhalten.

Der erste Anlauf war daran gescheitert, dass die Steirer die selbst gesetzte Mindestschwelle von 62,5 Prozent der Anteile verfehlten. Das Angebot bewertet Osram insgesamt mit rund 4,6 Mrd. Euro. AMS besitzt bereits knapp 20 Prozent der Anteile.

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AMS verspricht sich von dem Zusammenschluss früheren Angaben zufolge unter anderem Einsparungen von 240 Mio. Euro pro Jahr. Dafür würden zunächst Integrationskosten von rund 400 Mio. Euro fällig. Um den Kaufpreis für Osram zu stemmen, will AMS neue Aktien im Umfang von 1,6 Milliarden Euro ausgeben und den Rest durch Kredite finanzieren.

Osram hat Donnerstag früh verlauten lassen, man befinde sich mit AMS in konstruktiven Gesprächen und verhandle eine neue Kooperationsvereinbarung. (apa/dpa-AFX/Reuters)

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