Abgasaffäre

Opel und Mercedes-Benz beginnen mit Rückrufen in Österreich

Daimler beginnt mit den angekündigten Software-Updates für rund 18.000 Fahrzeuge in Österreich. Auch Opel startet einen Rückruf. Hier liegen noch keine Zahlen zu Österreich vor.

Ein gutes Jahr nach dem "Diesel-Gipfel" mit der deutschen Bundesregierung beginnt Daimler mit den angekündigten Software-Updates für seine Autos in Österreich. Zahlen wurden keine genannt, im Sommer war von rund 18.000 Fahrzeugen hierzulande die Rede. Auch Opel startete einen Rückruf im Zuge des Abgasskandals, weltweit sind 96.000 Fahrzeuge betroffen, Zahlen zu Österreich liegen noch nicht vor.

Mercedes-Benz teilte heute auf Anfrage mit, dass sie "gewährleisten, dass das Software-Update keinen relevanten Einfluss auf die zertifizierten Werte zum Kraftstoffverbrauch und zu CO2-Emissionen und auch nicht auf die Motorleistung, das Drehmoment, die Geräuschemissionen und die Dauerhaltbarkeit der Fahrzeuge hat".

Oliver Jaindl, Geschäftsführer der Dieselskandal-Sammelklagen-Aktion "dieselklage.at", ist da nicht ganz so zuversichtlich: "Wir haben bereits im Fall VW Kunden befragt und sind bei unserer Umfrage mit mehr als 500 Teilnehmern zum Ergebnis gelangt, dass zwei Drittel der VW-Fahrzeuge nach dem Update Schäden aufweisen. Da nun auch bei Mercedes-Benz Fahrzeuge zurückgerufen werden, schauen wir uns an, ob nun auch bei diesem Autobauer Schäden nach der Nachrüstung auftreten werden." Jaindl weist aber auf einen entscheidenden Unterschied hin: "Anders als Volkswagen kündigt allerdings Mercedes sogleich an, für derlei Schäden eintreten zu wollen."

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Rückrufe bei Opel in Deutschland

Gleichzeitig ist der Autobauer Opel nun in Deutschland amtlich verpflichtet, mehrere Diesel-Modelle zurückzurufen. Das deutsche Kraftfahrtbundesamt in Flensburg veröffentlichte den zuvor angekündigten amtlichen Rückruf auf seiner Homepage.

Betroffen sind weltweit 96.000 Fahrzeuge der Typen Insignia, Cascada und Zafira aus den Modelljahren 2013 bis 2016. Von den in Deutschland verkauften rund 32.000 Autos wurden bereits 23.000 freiwillig einem Software-Update unterzogen, so dass unter dem Strich in Deutschland nur rund 9.000 in die Werkstätten müssen. (APA/dpa/red)

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