Autoindustrie

Opel könnte Produktion des Astra in England ganz schließen

Opels Konzernmutter PSA droht mit dem Aus für die Produktion des erfolgreichen Modells "Astra" in Großbritannien. Man habe Alternativen zum Standort Ellesmere Port, so Konzernchef Carlos Tavares. Opel holt gerade die Produktion des "Astra" auch von Polen zurück nach Deutschland.

Mit Blick auf einen möglichen harten Brexit hat die französische Opel-Mutter PSA mit der Schließung ihres Werks im britischen Ellesmere Port gedroht. PSA-Chef Carlos Tavares sagte der "Financial Times", sein Unternehmen habe Alternativen zu Ellesmere Port. "Wenn die Bedingungen schlecht sind und ich es nicht profitabel machen kann, dann muss ich den Rest der Gruppe schützen."

In dem Werk arbeiten rund tausend Menschen, sie produzieren dort den Astra. PSA hatte bereits Ende Juni klargestellt, das Modell werde nur weiter in Ellesmere Port vom Band laufen, wenn es ein Abkommen Großbritanniens mit der EU über den Austritt gibt.

Der neue britische Premierminister Boris Johnson hatte vergangene Woche angekündigt, den EU-Austritt seines Landes "ohne Wenn und Aber" bis zum 31. Oktober abwickeln zu wollen - also notfalls auch ohne Abkommen mit der EU.

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Astra: Fertigung derzeit in Polen und England

Das Stammwerk von Opel im deutschen Rüsselsheim bekommt gerade neben dem Mittelklasseauto Insignia ein zweites Volumenmodell.

Derzeit wird der Astra im polnischen Gliwice (Gleiwitz) und im englischen Ellesmere Port gefertigt. Das Nachfolgemodell des Astra soll auf einer PSA-Plattform entstehen. Damit will die französische Konzernmutter PSA, die Opel vor zwei Jahren übernommen hat, die Kosten senken. Der Astra soll künftig auch einer elektrischen Variante angeboten werden. Bis 2024 will Opel jedes Modell auch in einer Elektroversion anbieten. Details dazu: Opel holt den "Astra" zurück nach Rüsselsheim - 600 Jobs verschwinden >>

(afp/dpa/apa/red)

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