Autoindustrie

Opel: Diskussionen mit den Mitarbeitern um Effizienzpläne

Peugeot will den deutschen Autobauer, der Jahrzehnte in amerikanischer Hand war, ebenso effizient machen wie die eigenen Werke. Doch dazu brauchen die Franzosen die Zustimmung der Belegschaft.

Für einen erfolgreichen Neustart sucht der Autohersteller Opel die Zustimmung seiner Belegschaft. Nun habe man gemeinsam den vor drei Wochen vorgestellten Zukunftsplan "Pace" diskutiert, erklärten Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall gemeinsam in Rüsselsheim. Man wolle zeitnah zu einer Vereinbarung kommen und die Verhandlungen bereits in der kommenden Woche fortsetzen.

Schnellerer Umstieg auf Technologie von Peugeot

Der französische Opel-Eigentümer PSA will die neue deutsche Tochter ebenso effektiv machen wie die eigenen Werke. Dazu liegt ein Sanierungsplan vor, mit dem das seit Jahren verlustreiche Unternehmen im Jahr 2020 einen operativen Gewinn von zwei Prozent des Umsatzes schaffen soll. Er beinhaltet unter anderem einen forcierten Wechsel auf PSA-Technologien und die schnelle Einführung von Elektromodellen, um die Abgasvorgaben der Europäischen Union einzuhalten.

Weniger Menschen, weniger Arbeitsstunden

Die Lohnkosten sollen über Abfertigungen, neue Arbeitszeitkonzepte und Altersteilzeit gesenkt werden. Konkret sollen zahlreiche 40-Stunden-Verträge auf die tariflich vereinbarten 35 Stunden zurückgefahren werden.

Auch die Leiharbeit soll in den Betrieben deutlich abgebaut werden. Die genaue Ausgestaltung wie auch der Zeitraum des Kündigungsschutzes und die Vergabe neuer Produktionsaufgaben ist Gegenstand der Verhandlungen mit den Arbeitnehmern.

Kündigungsschutz bis Ende 2018

Bis Ende 2018 sind die rund 19.000 Opel-Beschäftigten in Deutschland vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen gemeinsam mit der britischen Schwestermarke Vauxhall rund 38.000 Menschen an zehn europäischen Standorten. (dpa/apa/red)