Autoindustrie

Opel: Deutsche Leiharbeiter gehen, polnische Mitarbeiter kommen

Weil ein Werk von Opel in Polen schwach ausgelastet ist, setzt der Autobauer dortige Beschäftigte vorübergehend an seinem Stammsitz in Rüsselsheim ein - und kann damit viele Leiharbeiter vor Ort nach Hause schicken.

Der Autobauer Opel ersetzt in seinem Stammwerk Rüsselsheim eine unbekannte Zahl Leiharbeiter durch Stammbeschäftigte aus dem polnischen Standort Gliwice. Das dortige Werk sei derzeit nur schwach ausgelastet, so dass 250 Mitarbeiter für sechs Monate vorübergehend in Rüsselsheim eingesetzt werden sollen, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.

Damit könne in Hessen die Zahl der Leiharbeiter reduziert werden. Rüsselsheimer Leiharbeiter berichten nun von ihren kurzfristigen Kündigungen.

Außerdem rede man bei Opel mit den Sozialpartnern auch über einen möglichen Einsatz von Mitarbeitern aus dem thüringischen Eisenach im Stammwerk in Rüsselsheim.

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Um die vorhandenen Arbeitszeitkapazitäten zu reduzieren, hat der Autobauer zudem Kurzarbeit eingeführt und Verträge mit übertariflichen Arbeitszeiten gekündigt. Betriebsbedingte Kündigungen wurden für die Stammbelegschaften ausgeschlossen. IG Metall und Betriebsrat haben dem Plan zugestimmt. (dpa/apa/red)

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