Autoindustrie

Opel bekräftigt: Es werden keine Werke geschlossen

Opel wird gerade massiv umgebaut. Trotzdem hat der Autobauer jetzt sein Ziel bekräftigt, keines der zehn Werke in Europa schließen zu wollen. Konzernchef Lohscheller erinnert auch daran, dass Opel nach 20 Jahren mit Verlust im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn geschrieben hat.

Ein Jahr nach Vorstellung des Plans zur Neuausrichtung des Unternehmens bekräftigt der deutsche Autobauer Opel sein Bekenntnis zu seinen zehn Werken in Europa, darunter zu jenem in Wien-Aspern. "Opel steht weiter klar zu dem Ziel, auf Werksschließungen zu verzichten", teilte der Hersteller in Rüsselsheim mit.

Großer Standort in Wien-Aspern

In Deutschland produziert Opel am Stammsitz Rüsselsheim sowie in Eisenach und Kaiserslautern. Im Ausland gibt es je zwei Werke in England und Polen sowie je einen Standort in Spanien, Ungarn und Österreich.

"Gemeinsam haben wir uns in den vergangenen zwölf Monaten neu aufgestellt", bilanzierte Opel-Chef Michael Lohscheller. Das Management arbeite weiterhin mit voller Kraft daran, "Opel als deutsche Marke nachhaltig und erfolgreich" aufzustellen.

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Die Kosten seien deutlich reduziert worden, rechnete Lohscheller vor. Dank der Zusammenarbeit mit der neuen Unternehmensmutter PSA könne Opel viele Fahrzeuge um bis zu 50 Prozent günstiger entwickeln. Die Peugeot/Citroen-Mutter PSA hat seit dem 1. August 2017 das Sagen bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall.

Lohscheller: Heuer gab es den ersten Gewinn seit 20 Jahren

Lohscheller erinnerte daran, dass Opel nach fast 20 verlustreichen Jahren im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 502 Mio. Euro operativen Gewinn ausgewiesen hat. "Und wir arbeiten weiter konzentriert an unserem Erfolg."

Am 9. November 2017 - 100 Tage nach Übernahme durch die Franzosen - hatte Opel sein Sanierungsprogramm "Pace" (engl. Tempo) vorgestellt. Der Hersteller nahm sich damals vor, ohne betriebsbedingte Kündigungen und ohne Werkschließungen die Kurve in die Gewinnzone zu kriegen. Für die Beschäftigten gilt eine Jobgarantie bis Mitte 2023. (dpa-AFX/APA/red)

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