Mineralölindustrie

OMV will später über Bohrungen im Schwarzen Meer entscheiden

Der heimische Mineralölkonzern OMV verschiebt eine wichtige Entscheidung über Investitionen in Rumänien: Die Regierung des Landes braucht offenbar zu lange, um Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat eine Investitionsentscheidung für eine Explorationsbohrung im Schwarzen Meer auf das nächste Jahr verschoben. Grund dafür sei, dass die rumänische Regierung zu lange brauche, um die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, sagte OMV-Chef Rainer Seele in Wien.

Gemeinschaftsprojekt mit Exxon

Die Exploration im Gasfeld "Neptun" im Schwarzen Meer ist ein Gemeinschaftsunternehmen der rumänischen OMV-Tochter Petrom und des amerikanische Energiekonzerns ExxonMobil. Das rumänische Parlament hatte zwar am Mittwoch den rechtlichen Rahmen für das Projekt abgesegnet, nach den Worten des OMV-Chefs aber zu spät.

Zudem legte er Wert auf zwei bisher ungeklärte Punkte: "der eine sei, "dass wir eine langfristige Steuerstabilität haben, denn wir müssen diese Investition im Schwarzen Meer über zwei bis drei Dekaden rechnen".

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"Zweitens: Wir sehen das mit großer Sorge, dass wir in der Vermarktung des Gases eingeschränkt werden, dass nämlich der größte Teil dieses Gases in Rumänien bleiben muss." Die Freiheit der Vermarktung sei aber sehr wichtig. (apa/red)

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