Pipeline-Projekt

OMV hat Beteiligung an Nord Stream 2 noch nicht aufgegeben

Das Projekt Nord Stream 2 zum Bau einer weiteren Leitung der Ostsee-Pipeline, durch die russisches Gas nach Europa fließen soll, ist für OMV-Chef Rainer Seele noch "überhaupt nicht gegessen".

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Wie sich die OMV auch nach dem vorläufigen Rückzug im Sommer dabei einbringen könne, "das ist auch Verhandlung gewesen bei den Gesprächen, die ich in Moskau geführt habe", so Seele.

"Ich habe ein großes Interesse daran, bei diesem Projekt mitzumachen", sagte Seele im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. "Denn diese Pipeline ist für uns als OMV von großer strategischer Bedeutung." Im Sommer hatten die OMV und vier weitere westliche Konzerne ihren Antrag bei der polnischen Wettbewerbsbehörde zur Beteiligung an der Nord-Stream-2-Gesellschaft wegen des Widerstands Polens zurückgezogen. Aber alles, was durch den Widerstand erreicht worden sei, "ist, dass diese Pipeline zu hundert Prozent von Gazprom gebaut wird".

Wie sich die OMV bei dem Projekt noch einbringen könnte, sei noch nicht klar. "Theoretisch vorstellen können wir uns vieles", so Seele, "es dauert nicht mehr lange, bis ich Ihnen den Weg aufzeigen werde". (apa)