Marketing

Strickhauben und Schleifmaschinen aus Oberösterreich

Bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea sind die Beiträge oberösterreichischer Firmen vielseitig.

Bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea sind auch etliche oberösterreichische Firmen im Spiel. Ihre Beiträge sind vielseitig: Unter anderem 2.500 Strickmützen für die rot-weiß-roten Teilnehmer, Schleifmaschinen für die Bretteln der Skirennläufer und eine exklusive Software für die ÖSV-Biathleten.

Die Firma Eisbär in Feldkirchen an der Donau erzeugt pro Jahr rund 700.000 Stück Strickmützen. Sie ist schon seit über 40 Jahren Partner des Österreichischen Skiverbandes. Die heurige Olympiamannschaft stattet sie mit 2.500 (inklusive Reserve im Fall von Beschädigung oder Verschmutzung) Kopfbedeckungen in einem eigens dafür gestalteten Design aus, berichtet die für Marketing und Verkauf zuständige Bianca Böhm. Der Werbeeffekt ist nicht bezifferbar, aber jedenfalls erheblich.

Die Wintersteiger AG in Ried im Innkreis produziert unter anderem Maschinen für das Ski-Präparieren. Je eine ihrer Rennlauf-Steinschleifmaschinen schicken der Österreichische und der Deutsche Skiverband für ihre Athleten nach Südkorea. Dort sind die Oberösterreicher bereits mit einzelnen Sporthändlern im Geschäft, in denen das Ski-Service durchgeführt wird.

White Paper zum Thema

Winterspiele 2022 in China im Blick

Anders war das in Sotschi, wo die Wintersportinfrastruktur erst aus Anlass der Olympischen Spiele aufgebaut wurde und dabei auch Aufträge an die Innviertler gingen. Deshalb beobachten sie jetzt auch die Entwicklung um die Winterspiele 2022 in China. Sollte dort Skifahren ein Massensport werden, würden zahlreiche Service-Maschinen benötigt. Wintersteiger ist jedenfalls schon in China vertreten.

Zu den Biathlon-Wettbewerben - eine Kombination aus Langlaufen und Schießen - reist mit den österreichischen Teilnehmern auch heimische Software nach Südkorea. Die Betreuer dürfen während des Wettkampfes die Sportler darüber informieren, wo ihre Treffer lagen. Damit können sie ihre nächsten Schüsse verbessern.

Die oberösterreichische Firma Catalysts hat dafür exklusiv für den ÖSV eine Analyse-App entwickelt. Während die Trainer anderer Nationen ihre vorbeilaufenden Schützlinge per Zuruf oder mit Magnettafeln Tipps für das Schießen geben, machen die Österreicher dies mit einer genauen Anzeige auf Tablets und werden dafür von allen anderen beneidet. (apa/red)

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