Maschinenbau

Oligarch Vekselberg reduziert Anteile am Maschinenbauer Sulzer

Wegen Sanktionen der USA reagiert nicht nur Rusal mit Oleg Deripaska, sondern auch Viktor Vekselberg bei drei großen Schweizer Industriekonzernen. Bei Maschinenbauer Sulzer wird Vekselberg nun Minterheitsaktionär.

Im Verwaltungsrat von Sulzer kommt es zu einer Änderung. Die Beteiligungsgesellschaft Renova von Viktor Vekselberg reagiert auf die verringerte Beteiligung an Sulzer und den neuen Status als Minderheitsaktionär und zieht einen Vertreter im Verwaltungsrat von Sulzer zurück, wie das Winterthurer Industrieunternehmen mitteilte. Im neu siebenköpfigen Gremium stellt Renova damit noch drei Mitglieder.

Mit Axel Heitmann hat der Renova-Vertreter mit der kürzesten Amtszeit im Sulzer-Verwaltungsrat seinen Rücktritt eingereicht. Seine Aufgaben im Prüfungsausschuss übernimmt Marco Musetti.

Sanktionen der USA als Auslöser

Die reduzierte Beteiligung von Renova hängt mit den US-Sanktionen gegen russische Oligarchen, Regierungsvertreter und Firmen zusammen, welche im April verhängt wurden. Washington begründete diese mit "andauernden und immer dreisteren boshaften Aktivitäten der russischen Regierung überall in der Welt".

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Dies schlug auch auf Sulzer durch, weil Vekselberg mit gut 63 Prozent mehr als die Hälfte am Winterthurer Konzern besaß. Sulzer stand zwar nicht auf der Sanktionsliste, jedoch wurden Dollar-Konten des Unternehmens gesperrt und sämtliche Geschäfte in der US-Währung eingeschränkt. Ausführlich dazu: Oligarch Vekselberg nimmt S+B, Oerlikon und Sulzer aus der Schusslinie >>

In einer Notfallübung kaufte Sulzer eigene Aktien im Wert von 546 Mio. Franken (rund 471 Mio. Euro) von Vekselbergs Firma Renova zurück, damit der Anteil des Investors unter die Schwelle von 50 Prozent sank. Renova hält nun noch 48,8 Prozent an Sulzer. (apa/sda/awp/red)

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