Bauindustrie

Oligarch Deripaska bekommt von Strabag keine Dividende

Der russische Investor Oleg Deripaska hält 26 Prozent am österreichischen Baukonzern Strabag und wird von den USA namentlich sanktioniert. Bei der nächsten Dividendenzahlung bekomme Deripaska nichts, teilt die Strabag mit - dies sei jedoch keine "Streichung", so der Konzern.

Der von den USA namentlich sanktionierte russische Investor Oleg Deripaska soll bei der nächsten Dividendenzahlung der Strabag leer ausgehen. Das teilt die Strabag mit. Deripaska hält über seine Rasperia Trading Limited 25,9 Prozent am größten österreichischen Baukonzern.

Deripaska werde als sanktionierte Person als "Specially Designated National (SDN)" qualifiziert. Mit der Auszahlung einer Dividende an Rasperia könnten der Strabag daher ebenfalls Sanktionen drohen. Um dies zu verhindern, solle die Ausschüttung so erfolgen, dass es "keine Zahlung von Dividenden an die Aktionärin Rasperia Trading Limited ('Rasperia')" gebe.

Dabei betont die Strabag, dass es sich bei den Änderungen um keine "Streichung" handele. Die Dividende werde "lediglich so lange nicht an eine Aktionärin ausbezahlt, so lange diese als SDN qualifiziert ist", so das Unternehmen.

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"Sobald die Aktionärin die Voraussetzung, keine SDN zu sein, bis spätestens 28.6.2021 erfüllt, wird die Dividende ausbezahlt." Für die übrigen Aktionäre soll sich de facto nichts ändern.

(red mit apa)

Deripaska musste zuletzt beim Aluminiumriesen Rusal erhebliche Umgestaltungen vornehmen, um die Sanktionen zu umgehen. Die Vorgänge hatten einen Einfluss auf die Aluminiumpreise weltweit.

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