Autoindustrie

PSA-Chef Tavares will bei Opel ab 2020 Gewinne sehen

PSA-Chef Carlos Tavares bekräftigt jetzt seine Vorgabe für den deutschen Autobauer, dass Opel spätestens 2020 Gewinn machen muss. Den inzwischen bestätigten Abgang von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann kommentiert der PSA-Boss nur indirekt.

Der deutsche Autobauer Opel muss nach einer Übernahme durch den französischen PSA-Konzern schnell die Gewinnzone ansteuern. PSA-Chef Carlos Tavares bekräftigte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" seine Vorgabe, dass Opel spätestens 2020 Gewinn machen muss.

Den Plan dafür solle das Opel-Management innerhalb von 100 Tagen nach der Übernahme vorlegen und ihn dann umsetzen. Diese könnte laut "FAZ" zum 12. September umgesetzt werden, dem Beginn der Automesse IAA in Frankfurt.

Indirekter Kommentar zum erwarteten Abgang von Neumann

Er setze beim Neustart auf die vorhandene Mannschaft, sagte Tavares. "Es sind alle Führungskräfte eingeladen, mit mir den Weg zu gehen. Sie müssen nur wissen, dass es so wie bisher nicht bleiben kann."

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Zuvor veröffentlichte und inzwischen bestätigte Berichte über den Abgang von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann kommentierte der PSA-Boss nur indirekt. Jeder müsse seine persönliche Entscheidung treffen, sagte er der Zeitung zufolge.

PSA-Chef: Opel soll "so deutsch wie möglich bleiben"

Opel solle so deutsch wie möglich bleiben, um sich mit den anderen Marken zu ergänzen meinte Tavares. Einsparmöglichkeiten sehe er insbesondere im Einkauf, beim Vertrieb und im Export. Beschäftigungsgarantien für die rund 38.000 Opel-Mitarbeiter über die bis 2018 laufenden Tarifverträge hinaus lehnte er aber ab. "Da muss man offen und ehrlich sein: Das Einzige, was Mitarbeiter schützt, ist Gewinn." (dpa/apa/red)

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