VW-Skandal

Offenbar gab es jüngst Gespräche zwischen Herbert Diess und US-Ermittlern

Volkswagens neuer Konzernchef hat sich laut Insidern bereits persönlich zu Gesprächen mit US-Ermittlern getroffen. Unklar ist, ob dieses Treffen mehrere Monate zurück liegt oder vor wenigen Tagen stattfand.

Der neue Volkswagen-Chef Herbert Diess hat nach Angaben aus Konzernkreisen in Sachen Dieselskandal vor den US-Ermittlungsbehörden ausgesagt. Es habe Gespräche mit Behörden gegeben, sagte ein hochrangiger Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Diese lägen aber mehrere Monate zurück.

Den von der "Bild"-Zeitung hergestellten Zusammenhang zwischen angeblich belastenden Aussagen gegen den früheren Konzernchef Martin Winterkorn und einer Reisefreiheit für den Österreicher Diess wies die Person zurück. Die Zeitung hatte berichtet, Diess habe gegenüber US-Ermittlern von FBI und Justizministerium Aussagen gemacht, die diese offenbar als belastend für Winterkorn bewerteten.

Nach Informationen der Zeitung soll der neue Vorstandschef um den 1. Mai herum persönlich in die USA gereist sein, um mit den US-Behörden zu sprechen. An dem Treffen habe auch der von den USA eingesetzte Aufseher über den Volkswagen-Konzern, Larry Thompson, teilgenommen. Dem hielt der Insider entgegen, es habe um den 1. Mai keinen Termin von Diess mit den US-Behörden gegeben.

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Ein anderer Insider sagte, Diess sei vor kurzem in den USA zu Gesprächen mit der US-Justiz gewesen und sei dabei von Thompson begleitet worden. Volkswagen äußerte sich zunächst nicht.

In der vergangenen Woche hatte die US-Justiz bekannt gemacht, schon im März Anklage gegen den früheren VW-Chef Winterkorn wegen der Verschwörung zum Betrug erhoben zu haben. (reuters/apa/red)

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