Personalia

Offenbar doch Trennungsgespräche bei Zumtobel

Der Aufsichtsrat des Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel und dessen Vorstandschef Schumacher führen derzeit Trennungsgespräche - andere Optionen als der Abgang von Schumacher werden inzwischen nicht mehr erwogen.

Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel trennt sich definitiv von seinem Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schumacher (59).

Der Zumtobel-Aufsichtsrat veröffentlichte diese Woche eine Kurzmitteilung, dass man mit Schumacher "in Gespräche über eine vorzeitige Trennung" eintrete. Andere Optionen werden laut gut informierten Kreisen nicht mehr erwogen.

Der Fall im Rückblick

Bereits zu Wochenbeginn - wie auch danach seiner Informationspflicht folgend - hatte das Gremium verlautbart, dass Schumacher in einem Schreiben Gespräche über eine einvernehmliche Aufhebung seines noch bis 2020 laufenden Vertrags angeboten habe. Schon damals hieß es von Unternehmensseite, man werde diese Gespräche aufnehmen.

Der ehemalige Infineon-Vorstandsvorsitzende ließ aber wenig später ausrichten, dass eine Trennung lediglich eine Option von mehreren sei. Man werde "ergebnisoffene" Gespräche führen, und er stehe als Vorstandsvorsitzender weiter zur Verfügung: Zumtobel: Aufsichtsrat führt "Zukunftsgespräche" mit dem Konzernchef >>

Trennung offenbar als einzige Option

Davon war wenige Tage später keine Rede mehr. Es geht nun tatsächlich nur noch um die Trennung. Schumacher wirkt bei Zumtobel seit dem 1. Oktober 2013 als Vorstandschef.

Beim Vorarlberger Traditionsunternehmen Zumtobel hängt der Haussegen schon seit Monaten schief. Zuletzt kündigten Ende Dezember die beiden Aufsichtsräte Stephan Hutter und Hans Peter Metzler ihre Rücktritte per 31. Jänner an.

Medienberichten zufolge soll ein tief greifendes Zerwürfnis zwischen Management und Teilen des Aufsichtsrats bestehen. (apa/red)

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