Standort Österreich

Österreichs Metallwarenindustrie brummt

Mit der besseren Konjunktur gewinnt auch Österreichs äußerst konkurrenzfähige Metallwarenindustrie im ersten Halbjahr 2017 an Schwung. Bei der Produktivität gehört diese Industriebranche zu den erfolgreichsten in Europa.

Die Konjunktur ist zuletzt angesprungen. Auch Österreichs äußerst konkurrenzfähige Metallwarenindustrie hat im ersten Halbjahr 2017 an Schwung gewonnen.

Heuer werde es im Gesamtjahr ein um mindestens vier Prozent höheres Produktionsergebnis geben als im Vorjahr, berichtet Bank Austria in einer Branchenanalyse. Im Jahr 2018 sei mit einem weiteren Plus in gleicher Höhe zu rechnen.

Schnelleres Wachstum als gesamte restliche Industrie

Der Analyse zufolge wächst Österreichs Metallwarenerzeugung damit nicht nur rascher als die gesamte Industrie, sondern langfristig auch deutlich schneller als der Großteil der Konkurrenz aus der EU. Und: Im internationalen Vergleich punkte die Metallerzeugung in Österreich nicht nur mit höheren Wachstumsraten.

Bei der Produktivität stehe Österreich nach der Metallwarenerzeugung in der Schweiz und den Niederlanden in Europa mit einer Wertschöpfung pro Beschäftigten von 71.000 Euro an dritter Stelle. Im EU-Schnitt liege der Indikator mit 46.000 Euro um rund ein Drittel unter dem österreichischen Wert.

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2016 hat die Metallwarenindustrie einen Umsatz von 14,7 Mrd. Euro erzielt - ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber 2015. Die laut Bank-Austria-Ökonomen hohe Wettbewerbsstärke der Branche, die im internationalen Vergleich einen deutlichen Vorsprung habe, führte zu einem Exportüberschuss bei Metallwaren von 1,7 Mrd. Euro.

Derzeit rund 71.000 Beschäftigte in diesem Industriesegment

Auch die Zahl der Beschäftigten wird laut Branchenbericht der UniCredit Bank Austria weiter ansteigen. Im ersten Halbjahr gab es ein Plus von 2 Prozent. Derzeit arbeiten rund 71.000 Menschen im Metallwarenbereich. Alleine im ersten Quartal stiegen die Produktion um 4 und der Umsatz um 7 Prozent an.

"2017 sollten die baunahen Metallwarenerzeuger, deren Umsätze im Vorjahr stagnierten, die fehlende Inlandsnachfrage im Wirtschaftsbau im Export ausgleichen können", so Bank-Austria-Ökonom Günter Wolf. "Hingegen erwarten die Industriezulieferer der Branche eine anhaltend lebhafte Nachfrage von der Fahrzeug- und der Elektroindustrie im In- und Ausland, die zusätzlich noch vom heimischen Maschinenbau gestärkt wird." (apa/red)

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