Forschung

Österreichs IT-Branche investiert sehr viel in Forschung - Spitzenreiter AMS AG

Österreichs IT-Branche hat im Vorjahr jeden achten Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Spitzenreiter ist laut einer Studie von Ernst & Young der steirische Chiphersteller AMS.

Bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich hat der Technologiesektor die Nase vorne. "Die IT-Branche investiert gut jeden achten Euro in Forschung und Entwicklung, also 12,7 Prozent", sagte Gunther Reimoser, Country Managing Partner bei EY Österreich, laut einer Aussendung.

Das Beratungsunternehmen EY hat die 30 börsennotierten Unternehmen in Österreich mit den höchsten F&E-Ausgaben miteinander verglichen. Insgesamt gaben diese 30 Firmen 2018 rund 1,2 Mrd. Euro und damit um sieben Prozent mehr als im Jahr davor aus. Im Vergleich zu den Ausgaben im Jahr 2013 (690 Mio. Euro) haben sich die F&E-Investitionen sogar nahezu verdoppelt, geht aus der Studie hervor. "Nicht nur weltweit, sondern auch in Österreich steigen die Investitionen in Forschung und Entwicklung. Es wird immer klarer, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zunehmend von ihrer technologischen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft bestimmt wird," so Reimoser.

Das Ranking

Im Ranking für 2018 eroberte der steirische Chiphersteller AMS mit Forschungsinvestitionen in Höhe von 239 Mio. Euro den ersten Platz. Im Vergleich zum Jahr 2017 stiegen die Ausgaben damit um 12 Prozent. Auf Platz zwei und drei fielen der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine mit 152 Mio. Euro (plus 8 Prozent) und der IT-Dienstleister S&T mit 123 Mio. Euro (plus 7 Prozent). Weiters waren Kapsch TrafficCom, AT&S, Andritz und OMV unter den Top 10 zu finden.

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Die durchschnittliche Forschungsintensität - also die F&E-Ausgaben in Relation zum Umsatz - ist dagegen wegen des verhältnismäßig hohen Umsatzwachstums im Vergleich zum Jahr 2017 um 0,3 Prozent zurückgegangen. Aber auch hier dominierte die Technologiebranche: So führte 2018 das Softwareunternehmen Fabasoft das Ranking mit Ausgaben von 24,1 Prozent des Umsatzes an. Dahinter rangierten (16,8 Prozent) und Kapsch TrafficCom (14,9 Prozent), gefolgt von S&T und AT&S.

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Während in Österreich Unternehmen aus den Sparten Informationstechnologie, Industrie und Bergbau/Metall die höchste Forschungsintensität aufwiesen, dominierte laut der EY-Studie international (Top 500 Unternehmen) die Pharma- und Biotechnologiebranche. Diese gebe rund jeden sechsten Euro für Forschung und Entwicklung aus. Im Ländervergleich wiesen die Niederlande (7,8 Prozent) und die USA (7,4 Prozent) die höchsten Forschungsintensitäten auf.

Nordamerika weit vor Europa und Asien

Bei den absoluten F&E-Ausgaben führte 2018 Nordamerika mit umgerechnet insgesamt 271 Mrd. Euro und lag damit weit vor den Regionen Europa und Asien/Pazifik, die mit 169 Mrd. Euro bzw. 164 Mrd. Euro in etwa gleich auf waren. (apa/red)

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