Coronakrise

Österreichs Industrie bis September: Umsatzminus von knapp zehn Prozent

Laut jüngsten Zahlen der Statistik Austria sind die Umsätze des produzierenden Bereichs in Österreichs heuer von Jänner bis September um 9,7 Prozent gesunken. Vor allem im Maschinenbau, in der Autoindustrie, in der Metallindustrie und im Energiesektor war die Flaute deutlich spürbar.

In den ersten drei Quartalen 2020 erwirtschafteten die 66.696 Unternehmen des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) laut Statistik Austria mit 1,006.984 unselbstständig Beschäftigten (minus 0,5 Prozent) Umsatzerlöse in Höhe von 201,8 Mrd. Euro. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 9,7 Prozent. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind weiterhin die schwachen Umsätze im Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Metallbranche und im Energiesektor.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat erhöhte sich der Umsatz im September 2020 nominell leicht um 0,9 Prozent auf 26,0 Mrd. Euro.

Am Bau wurden von Jänner bis September 2020 von 36.739 Unternehmen rund 36,3 Mrd. Euro umgesetzt. Aufgrund des starken Jahresauftakts betrug hier das Umsatzminus lediglich 3,7 Prozent, wobei der September 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar im Plus lag (2,2 Prozent).

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Gegenüber der Vorjahresperiode nahm die Produktion im gesamten Sachgüterbereich von Jänner bis September 2020 nominell um 11,5 Prozent auf 162,5 Mrd. Euro ab. Positiv in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 bilanzierte hingegen die Nahrungsmittelindustrie (plus 1,8 Prozent bzw. 13,1 Mrd. Euro).

Die Frühschätzungen zu Industrie und Bau zeigen für November 2020 eine Erholung des Umsatzindex (plus drei Prozent), beim Beschäftigtenindex einen moderaten Rückgang (minus 0,7 Prozent) sowie eine leichte Steigerung beim Index der geleisteten Arbeitsstunden (plus 1,2 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Erzeugerpreise im Produzierenden Bereich waren im November 2020 um 1,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr. (apa/red)

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