Logistik

Österreichs Frächter kritisieren die geplante Mauttariferhöhung

Heimische Frächter kritisieren eine für nächstes Jahr geplante Mauterhöhung für Lkw, obwohl es von der Politik "Abmachungen und Zusagen" gegenüber den Transporteuren gegeben habe. Der WKÖ-Fachverband verweist auf frühere Vereinbarungen, wonach es keine außerordentlichen Mauterhöhungen über der Inflation geben soll und die Branche Geldhilfen zur Umrüstung von Fahrzeugen bekommen solle.

Die Frächter kritisieren eine geplante Mauterhöhung für Lastkraftwagen (Lkw), obwohl es von der Politik "Abmachungen und Zusagen" gegenüber den Transporteuren gegeben habe. "Denn nun wird uns eine abermalige Mauttariferhöhung von rund 4 Prozent für Euro-6-Lkw präsentiert", kritisiert der Obmann des WKÖ-Fachverbandes Güterbeförderung, Günther Reder, in einer Aussendung.

Reder verweist auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2017, dass außerordentliche Mauterhöhungen über der Inflation der Vergangenheit angehören sollen und dass die Branche Fördermaßnahmen zur Fahrzeugumrüstung bzw. -neuanschaffung und Ausbildung von Fahrern bekomme.

"Doch nichts davon ist geschehen: Bei einer durchschnittlichen 2018er-Jahresinflation von 2 Prozent will man nun die Maut für die umweltfreundlichsten, flächendeckend am Markt verfügbaren Euro-6-Lkw um rund 4 Prozent erhöhen", kritisiert der Interessenvertreter. Von den vom Verkehrsministerium eingenommenen Umwelt-Mauteinnahmen von 87 Mio. Euro sei bisher kein Geld an die Transporteure für die versprochenen Fördermaßnahmen geflossen. (apa/red)

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